Achberg: Kein Grillplatz am Familienerlebnispfad

Schon 2019 wurde die Renaturierung des Baches vorangetrieben. Nun entsteht dort auch ein Familienerlebnispfad. (Archivbild)
Schon 2019 wurde die Renaturierung des Baches vorangetrieben. Nun entsteht dort auch ein Familienerlebnispfad. (Archivbild) (Foto: Andy)
Schwäbische Zeitung

Der Achberger Familienerlebnispfad soll Naherholung bieten, aber vor allem auch die Menschen in Kontakt mit der Natur bringen. In der Gemeinderatssitzung vergangenen Woche wurden mehrere Bedenken zur Gestaltung geäußert. Besonderer Stein des Anstoßes: Ein möglicher Grillplatz vor Ort.

Zu nah an den Bienen und zu nah am Gewässer – so beschreiben Naturschützer und Gemeinderatsmitglieder den angedachten Grillplatz in der Nähe des Bachübergangs. In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurden daher schnell Forderungen laut, den Grillplatz ganz zu streichen. Viele befürchten, dass sonst aus dem Natur- und Erholungsgebiet ein Müllgebiet werde. Eine Brotzeitbank statt des Grillplatzes war ein Kompromissvorschlag. Für Klaus Wirthwein von den Freien Wählern war aber auch das zu viel. Er möchte eigentlich gar keine Bänke dort, damit auch niemand auf die Idee kommt, Einweggrills auszupacken. Doch viele wünschen sich eine zumindest kleine Sitzgelegenheit, gerade auch für ältere Bürger. „Ein einzelnes Bänkchen macht noch keine Partymeile”, warf Gerold Nuber ein. Am Ende der Diskussion ist die Grillstelle zwar vom Tisch, eine Sitzmöglichkeit soll es aber geben – offenes Feuer ist derweil verboten.

Zugang zur Natur für Familien – der Biber zeigt sich ungestört

Auch bei der weiteren Gestaltung des Erlebnispfades gab es eine kurze Diskussion. Es ging um Bewegungsmöglichkeiten, wie beispielsweise in die Erde eingegrabene Baumstämme. „Ich habe da oft blöde Sprüche gehört”, so Daniela Frehner von der Achberger Grünen Liste. „Erst wird da renaturiert und dann stellen wir Grünen da was auf.” Er werde jedoch sehr genau darauf geachtet, dass Natur und Lebewesen dort nicht beeinträchtigt werden, sagte Frehner. Es gehe doch darum, dass die Menschen wieder Zugang zur Natur bekommen, Pflanzen kennenlernen und achtsam sind. Deshalb soll es ein paar natürliche Bewegungsmöglichkeiten geben und Informationstafeln aufgestellt werden.

Ökologisch ist das Areal bereits ein Erfolg: Seit der Renaturierung sei die Tier- und Pflanzenwelt wieder zahlreicher geworden. Am Bach hat sich der streng geschützte Biber niedergelassen. Der zeigt sich auch von den Spaziergängern unbeeindruckt, das Tier ist nämlich vor allem nachts aktiv.

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