Street-Fotografie geht auch im Dorf

 Architektur – mit dem Menschen im Zentrum, auch das zeigen die Fotos von Florian Pötzl.
Architektur – mit dem Menschen im Zentrum, auch das zeigen die Fotos von Florian Pötzl. (Foto: T. Wolf peregrinus)
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Fotograf Florian Pötzl zeigt noch bis Sonntag, 4. Dezember, in der Galerie Peregrinus, Hitzenbül 9 in Scheidegg, seine Bilder der Street-Fotografie. Die Ausstellung endet an dem Tag mit einer Finissage von 15 bis 17 Uhr, bei der auch Florian Pötzl vor Ort sein wird.

„Street-Fotografie von einem Fotokünstler aus einem Dorf bei Kempten – wie bitte?!“ Nicht so direkt aber wohl durchaus spürbar war nicht selten die Verwunderung der Ausstellungsbesucher. Streetart verortet man in den Metropolen dieser Welt, oder mindestens in Großkommunen mit urbanem Charakter.

Florian Pötzl zeigt natürlich Motive aus München und Hamburg – aber nicht nur. Auch Zürich, Kempten und andere Orte sind dabei. Wesentlich ist aber weniger, aus welcher Stadt, die Motive stammen. Vielmehr entscheidet das wache Auge des Fotografen darüber, ob zum richtigen Moment am richtigen Ort und aus der richtigen Position heraus ein lohnendes Motiv dem Fotochip anvertraut wird. Und diesbezüglich überzeugt die Arbeit von Florian Pötzl, heißt es in einem Bericht über die Ausstellung.

Spiegelungen schaffen Doppelwelten. Ob nun die Gleise im Bahnhof quer durch den Kopf eines wartenden Reisenden verlaufen oder ein Passant in dem Moment abgelichtet wird, in dem sein Spiegelbild im Fester einer Musikalienhandlung auf dem Manual eines Klaviers zu spielen scheint. Die Welt ist mehrdeutig. Solche Bilder zeigen dies auf besondere Weise.

Die Welt von oben bei flacher Sonne – lange Schatten von Bäumen und Passanten werden zum Hauptmotiv, so dass der Betrachter erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennt, dass es sich nur um die Schatten handelt. Auch bei streng grafischer Architektur bleibt der Mensch und der Augenblick das Zentrum der Aufmerksamkeit. Stets interagiert die dinglich statische Umgebung mit bewegten Menschen, die sich grafisch einfügen und der Szene Leben einhauchen. Der Moment, der Zufall, das dem geübten Auge intuitiv Erwartbare und doch niemals Planbare kennzeichnet die Bilder, die Florian Pötzl inszeniert.

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