Sport hilft bei der Genesung

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Die leitenden Ärzte des onkologischen Zentrums an der Rotkreuzklinik: Marco Rigamonti (links) und Dr. Alois Lang
Die leitenden Ärzte des onkologischen Zentrums an der Rotkreuzklinik: Marco Rigamonti (links) und Dr. Alois Lang (Foto: rotkreuzklinik)
Lindauer Zeitung

Das kürzlich eröffnete onkologische Zentrum der Rotkreuzklinik Lindenberg steht laut Pressemitteilung der Klinik für maßgeschneiderte Therapien und Leistungen, die ideal ineinander greifen. In dem Zuge erweitert das Zentrum sein Therapieangebot und ermöglicht Krebspatienten gemeinsam mit der Physiotherapiepraxis von Marc Optenberg und Martin Heckmann erstmals die Teilnahme an einer Sportgruppe. Das Programm für die neue Krebssportgruppe startet am Montag, 17. September, und wird dann wöchentlich montags um 14 Uhr in den Räumlichkeiten der Physiotherapiepraxis Marc Optenberg und Martin Heckmann stattfinden. Karolin Kuffner, Sporttherapeutin und Leiterin des Bewegungszentrums, wird die Sportgruppe betreuen.

Sportliche Bewegung trägt laut der Rotkreuzklinik nicht nur zu einer besseren Genesung bei, das regelmäßige Treffen begünstige häufig auch auf psychologischer Ebene den Krankheitsverlauf. Der neue Kurs startet Mitte September. „Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass begleitende sportliche Aktivitäten die Verträglichkeit der Krebs-Therapien deutlich erhöhen – und das unabhängig davon,ob es sich um eine Operation oder Strahlen-, Chemo- oder Antikörpertherapie handelt. Die Therapie spricht dann auch besser an“, erklärt Marco Rigamonti, Leitender Oberarzt des onkologischen Zentrums. Sportliche Aktivität begünstigt dabei, dass Nebenwirkungen von Therapien milder und kürzer ausfallen, und es hilft den Patienten, ihr Aktivitätsniveau wieder auf das gewohnte zu steigern. „Wer länger wegen einer Erkrankung ausgefallen ist, muss erst wieder in Schwung kommen – damit fühlen sich Patienten nicht nur besser, sondern sie werden auch wieder fit für den Wiedereinstieg in Beruf und Alltag“, so Rigamonti. Das Angebot richtet sich an alle Krebspatienten in der Region, die Interesse an sportlicher Aktivität und Bewegung haben.

Ein sehr wichtiger Aspekt von Sport in einer Gruppe ist es zudem, dass die Patienten wieder in Gesellschaft kommen. „Viele Krebspatienten werden mit der Erkrankung isoliert – dort wieder herauszukommen tut ihnen nicht nur gut, sie können sich mit Gleichgesinnten besonders gut austauschen und leichter über Schwierigkeiten sprechen. In solch einer Lebensphase ist der Austausch mit anderen Betroffenen besonders wertvoll“, erklärt Dr. Alois Lang, der das onkologische Zentrum gemeinsam mit Marco Rigamonti leitet.

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