Skifahrer kamen wie die Ameisen zum Iberg

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Alois Prinz ist seit 50 Jahren Herr des Iberg-Skilifts bei Maierhöfen.
Alois Prinz ist seit 50 Jahren Herr des Iberg-Skilifts bei Maierhöfen.

Der Iberg-Skilift in Maierhöfen feiert heuer seine 50. Saison. Alois Prinz ist seit jeher mit dabei und erinnert sich an die Anfänge des ersten Schlepplifts den es in ganz Oberschwaben gab. Am Samstag, 30. Januar, ist eine Jubiläumsfeier geplant.

Sein ganzes Leben hat der heute 72-jährige Alois Prinz auf dem Bauernhof am Iberg verbracht. An die Anfänge des Ibergs als Skifahrer-Paradies kann er sich noch gut erinnern. Mit einem Schlittenlift hat 1949 alles angefangen. Die Skifahrer wurden auf einem überdimensionalen Schlitten auf den Berg hochgezogen. „Eine nicht ganz ungefährliche Angelegenheit“, erinnert sich Prinz. Dieser Schlittenlift musste dann aber nach 10 Jahren abgeschafft werden: Der TÜV hielt ihn für zu gefährlich.

Schlepplift war unbekannt

Zunächst sah es ganz danach aus, als sei das nun das Ende für den Iberg als „Skifahrgebiet“ in damaligen Zeiten. Doch Dr. Franz Immler, Besitzer des Isnyer Milchwerks und sein Architekt Paul Sauter hatten andere Pläne: Ein Schlepplift sollte her. „Da liefen die zwei unten am Berg rum und haben sich unterhalten“, erinnert sich Alois Prinz an das damalige Geschehen. 1959 war es tatsächlich soweit: Der erste Schlepplift der gesamten Region oder sogar Oberschwabens war fertiggestellt. Eine echte Attraktion war entstanden. Weil es also einen Lift gab und viele Menschen aus allen Richtungen anströmten, musste auch eine Gastwirtschaft her: Für Alois Prinz bedeutete das lange Jahre harte Arbeit: Nachts musste der Parkplatz geräumt werden, dann die Piste gewalzt, die Landwirtschaft wollte versorgt sein und tagsüber sollten die Besucher was zu Essen bekommen. An die ersten Reaktionen der Besucher erinnert sich Prinz gut: „Die Leut‘ wussten nicht, wie der Schlepplift funktioniert“, schmunzelt er und fährt fort: „Die dachten, man muss sich auf den Bügel setzen.“ Alois Prinz musste dann erst einmal vormachen wie das „hochliften“ geht.

Zu Beginn habe es laut Prinz nicht einmal eine Pistenwalze gegeben. „Die Leut‘ sind halt im Tiefschnee gefahren, da ging es nur darum, dass man hoch kommt, heute ist man da viel anspruchsvoller“, weiß der erfahrene Liftbetreiber. „Wehe wenn da einmal ein paar Zentimeter Tiefschnee nicht gewalzt sind.“ Mit einer Handwalze habe man in den ersten Jahren die Piste präpariert, später kam dann die Pistenraupe als Ablöse.

Am Samstag, 30. Januar, lädt die Skiliftgesellschaft Alwine Immler ein: Den ganzen Tag kann man zum Jubiläumspreis von fünf Euro Ski fahren. Um 13.30 Uhr ist der Start zum Jubiläums-Skirennen, an dem jeder ab acht Jahren teilnehmen kann. Anmeldungen werden ab 12.30 Uhr entgegengenommen. Anschließend ist die Jubiläums-Skiparty mit fetziger Musik. Die Wirtsleute vom Iberg-Stüble sorgen für Essen und Getränke. Informationen unter www.iberg.de.

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