Natur und Kunst spannend verknüpft

 Im Wald baute Ruben Pfanner eine begrünte „Welle“ aus Fichtenbrettern.
Im Wald baute Ruben Pfanner eine begrünte „Welle“ aus Fichtenbrettern. (Foto: Verein)
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Nähe trotz Distanz mit den Mitteln der Kunst – unter diesem Motto entstand während der Kunstwoche des Förderkreises Kunst– und Kulturprojekt Rothachtal e.V. ein Kunstweg zwischen den Gemeinden Scheidegg-Scheffau und Sulzberg-Thal. 10 Künstler haben ihre Kunstwerke entlang dieses Weges platziert oder haben sie anhand der landschaftlichen Gegebenheiten entstehen lassen.

Der Kunstverein hat die Gebietsbetreuerin des BUND Naturschutz, Isolde Miller eingeladen, in einer Exkursion entlang des Kunstweges die Verbindung Kunst und Natur darzustellen. „Dieser Einladung bin ich sehr gerne gefolgt,“ so Miller zur Begrüßung der zahlreichen Teilnehmer. „Die Natur steckt voller Kunstwerke, die uns inspirieren können,“ so Miller weiter. Stephanie Roos-Zech vom Kunstverein stellte die anwesenden Künstler vor Ort vor.

Wenn Max Schmelchers Skulpturen ihre Antennen in den Himmel recken und im Kreis stehen, entscheiden sie immer neu, ob sie Nähe oder Distanz wahren wollen. Im Wald baut Ruben Pfanner eine begrünte „Welle“ aus Fichtenbrettern – sie darf dort auch wieder von der Natur geschluckt werden. „Im Fichtenwald ist die Welle, die Vergänglichkeit zeigt, direkt eine Bereicherung,“ kommentiert Isolde Miller. Die Bilder aus dem Malworkshop von Otto Zech mit Kindern spiegeln die Farbintensität der Natur wider. Die Klangrohre von Wolfgang Hoffelner lassen die Klänge mit dem Murmeln der Rothach verschmelzen. Der goldene Ring von Marbod Fritsch liegt im Grenzfluss Rothach und zeigt die Sensibilität von Beziehungen – auch zwischen den Ländern. Die Naturschützerin fühlt sich dabei an die Zerbrechlichkeit der Ökosysteme erinnert, in denen jeder Baustein seinen Platz und seine Notwendigkeit hat. Claudia Speißer zeigt mit ihrer Murmelbahn, dass es immer wieder wichtig ist, Dinge ins Rollen zu bringen – an dieser Stelle eben grenzüberschreitend. Isolde Miller überträgt dies in die Umweltpolitik, wo es ebenso nötig sei, Steine ins Rollen zu bringen, so wie es beispielsweise die Fridays-for-Future-Bewegung getan habe. Weitere Kunstwerke säumen den Weg und zeigen die grenzüberschreitende Verbundenheit. „Es lohnt sich, diesen Weg mit offenen Augen für die Natur und die Intention der Künstler zu gehen. Hier entsteht trotz Abstandsregeln ein Gefühl der Nähe zur Kunst und zur Natur!“ schwärmt Isolde Miller zum Abschluss.

Die Kunstwerke stehen bis Ende September.

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