Sascha Paul, Andy Hops, Manuel Merk und Michael Wellenberger (von links) bejubeln den Kantersieg über Senden.
Sascha Paul, Andy Hops, Manuel Merk und Michael Wellenberger (von links) bejubeln den Kantersieg über Senden. (Foto: Florian Wolf)
Lindauer Zeitung

Im sechsten Jahr ist Mathias Schwarzbart jetzt Trainer der SG Lindenberg/Lindau 1b. Seitdem hat der Eishockey-Bezirksligist zahlreiche Spiele gewonnen. Häufig deutlich, ab und zu sogar zweistellig. So hoch aber noch nie: Mit sage und schreibe 17:0 (8:0, 4:0, 5:0) hat die SGLL am Donnerstagabend in der Eissportarena Lindau den Tabellenletzten SG Senden/Burgau/Ulm besiegt.

Die Beteiligten wollen das Rekordergebnis allerdings nicht überbewerten. Denn die Gäste traten enorm ersatzgeschwächt mit lediglich neun Spielern an. „Sie hatten wichtige Ausfälle, haben sich nur hinten reingestellt und aufs Verteidigen und auf Befreiungsschläge beschränkt“, sagt Schwarzbart.

„Für die Moral war der hohe Sieg sicher nicht verkehrt. Aber man darf das nicht überbewerten. Sieg ist Sieg, egal ob 17:0 oder 5:1. Wichtig sind nur die drei Punkte. Wir müssen schon aufs nächste Spiel schauen“, ergänzte Stürmer Manuel Merk laut Pressebericht.

Die Taktik der Gäste, so lange wie möglich ohne Gegentor zu bleiben, ging exakt 2:47 Minuten lang auf. Dann eröffnete Zdenek Cech den Torreigen. Die weiteren Treffer für die SGLL fielen in regelmäßigen Abständen. Bereits nach sieben Minuten stand es 5:0. Im Schnitt klingelte es alle drei Minuten im gegnerischen Kasten. Cech traf noch ein zweites Mal. Die weiteren Torschützen waren Manuel Merk (4), Michael Wellenberger (3), Dominik Mahren (2), Marks Olesko und Elia Feistle. Und auch Sascha Paul: Der 30-Jährige, im Hauptberuf Sportlicher Leiter und Co-Trainer beim EV Lindau in der Oberliga Süd, hatte seine Karriere eigentlich offiziell beendet. Doch trainiert er ab zu bei der SGLL mit. Und er wird, „wenn er kann, das eine oder andere Mal aushelfen“, verrät Schwarzbart. Bei seinem Debüt in der Bezirksliga schnürte Paul gleich einmal einen Viererpack.

Während die Gäste äußerst ersatzgeschwächt waren, war die SGLL mit 14 Feldspielern üppig bestückt. Jeder erhielt Eiszeit. Auch beide Torhüter: Im ersten Drittel spielte Dominic Hattler, den Rest der Partie stand Nico Weidhofer im SG-Tor.

Im Endeffekt bekamen die 200 Zuschauer im ersten Heimspiel der Saison zwar viele Tore, jedoch auch Einbahnstraßen-Eishockey zu sehen. „Für die Zuschauer ist ein enges 4:2 sicher interessanter. Und das hätte es sicher auch gegeben, wenn Senden komplett gekommen wäre. Das ist eine gute Mannschaft. In der Bezirksliga darf man heuer keinen auf die leichte Schulter nehmen“, so Merk. Er hob hervor, dass das Spiel äußert fair war. Die SGLL erhielt sechs Strafminuten, die Gäste zehn. „Der Respekt war auf beiden Seiten von Anfang bis Ende da“, sagte Merk.

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