Ist die Weißtanne noch ein Zukunftsbaum im Westallgäu?

Schwäbische.de

- Die Weißtanne ist die wichtigste Baumart im Plenterwald und prägt das Landschaftsbild des Westallgäus. Um diese wichtige Mischbaumart in Zeiten des Klimawandels in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, veranstaltet das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten zusammen mit der Marktgemeinde Scheidegg ein Symposium mit dem Titel „Weißtanne – Zukunftsbaum!?“. Am 2. und 3. Juni 2022 diskutieren Wissenschaftler und Praktiker aus der Region im Kurhaus Scheidegg über die zukünftigen Chancen und Herausforderungen der Weißtanne im Westallgäu.

„Die Weißtanne sorgt mit ihrem intensiven Wurzelwerk für Stabilität in den Allgäuer Bergmischwäldern, insbesondere im Plenterwald. Aber auch sie hat mit der Klimaerwärmung zunehmend mit Mistelbefall und Trockenheit zu kämpfen“, erklärt der Leiter der Forstbehörde Simon Östreicher. Ziel des Symposiums ist es laut Veranstalter, diese faszinierende Baumart im Wald und entlang der Wertschöpfungskette aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Dabei wird ein Bogen gespannt von den botanischen Grundlagen der Weißtanne über ihre waldbauliche Bedeutung bis hin zur Holzvermarktung und Verarbeitung im Sägewerk. Ihre vielseitige Verwendung als Bau- und Möbelholz sowie Bauprojekte runden die Tagung ab.

„Wir wollen die verschiedenen Akteure vom Waldbesitzer über den Säger bis zum Architekten zusammenbringen. Denn die Weißtanne ist ein ausgezeichnetes Bau- und Möbelholz und hat großes Potenzial für die Wertschöpfung in der Region“, erläutert Förster Florian Schwarz.

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