Die SG Lindenberg/Lindau 1b steht nach dem 12:1-Sieg in Senden weiter ganz oben in Gruppe 4 der Eishockey-Bezirksliga.
Die SG Lindenberg/Lindau 1b steht nach dem 12:1-Sieg in Senden weiter ganz oben in Gruppe 4 der Eishockey-Bezirksliga. (Foto: Fedor Selivanov)
Lindauer Zeitung

Beim 12:1-Auswärtssieg gegen die SG Senden/ Burgau 1b am vergangenen Wochenende hat die Mannschaft der SG Lindenberg/Lindau 1b bereits zum vierten Mal in der laufenden Bezirksligasaison zehn Tore oder mehr erzielt. Doch nach so einem klaren Ergebnis sah es anfänglich gar nicht aus, wie Abteilungsleiter Oliver Baldauf vom TV Lindenberg mitteilt. Stand es vor dem Schlussdrittel doch erst 3:0 für den alten und neuen Tabellenführer in Gruppe 4.

„Die ersten beiden Drittel hat Senden sehr gut mitgespielt und selbst einige klare Chancen gehabt. Dominik Hattler hat uns mehrfach vor Gegentoren bewahrt“, meinte Lindenbergs Trainer Matthias Schwarzbart. So war man im Lager der SGLL eigentlich ganz zufrieden mit dem Ergebnis zur zweiten Drittelpause. Zu diesem Zeitpunkt hatte Michael Wellenberger zweimal getroffen, Patrick Prell netzte einmal ein. Ohne allzu viel Risiko sollte das letzte Drittel absolviert und die drei Punkte nach Hause gebracht werden.

Was dann geschah, hat Schwarzbart so gesehen: „Im letzen Drittel ist Senden komplett eingebrochen. Innerhalb von sechs Minuten sind wir auf 9:0 davongezogen. Anders als in den relativ fair geführten ersten zwei Spielabschnitten kam im letzten Drittel, außer überhartem Zweikampfverhalten und unnötigen Fouls, nicht mehr viel von Senden. Ich bin froh, dass wir ohne verletzte Spieler aus der Partie gegangen sind“, so der SG-Coach, der als „traurigen Höhepunkt“ eine Fünf-plus-Spieldauerstrafe kurz vor Schluss für einen Stockschlag gegen einen seiner Schützlinge auf Kopfhöhe beklagte. „Kompliment an meine Jungs, dass sie sich auf nichts eingelassen haben und selbst ohne große Strafen aus dem Spiel gegangen sind.“

Die neun eigenen, im Schlussdrittel erzielten Treffer gerieten dabei schon fast zur Nebensache. Zumal auch die Rahmbedingungen in Senden eher schwierig waren. Erst lief die Eisbereitungsmaschine nicht, dann fiel das Licht in der Halle aus. Trotz des hohen Sieges sei es ein eher unerfreulicher Abend gewesen. Dennoch sorgte der Kantersieg letztlich für zufriedene Gesichter. Die Tabellenführung konnte behalten, das Torverhältnis weiter verbessert werden. Dafür, dass Matthias Schwarzbart erneut nur auf zwei Reihen zurückgreifen konnte, ist der 12:1-Sieg bemerkenswert. Mit fünf Vorlagen rechtfertigte Elias Feistle zudem seine Aufstellung in der ersten Reihe. Nächsten Freitag (18. Februar) geht die Fahrt zum HC Maustadt. Die Memminger sind weiterhin im Rennen um die beiden zu vergebenen Play-off-Plätze dabei und werden sich einiges für das Spiel vornehmen.

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