Weißensberger Grundschule ist fit für die Zukunft

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Schulgebäude
Der Schulverband Sigmarszell-Weißensberg hat die gemeinsame Grundschule fit für die Zukunft gemacht. (Foto: isa)
Isabel de Placido

Der Schulverband Sigmarszell-Weißensberg hat den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Mit einem Gesamtvolumen von rund 940 000 Euro ist er ein Haushalt, der den laufenden Betrieb sicherstellt und gleichzeitig die Grundschule der beiden Mitgliedsgemeinden für die Zukunft fit macht. In diesem Sinne ist als größte und weitreichendste Investition für dieses Jahr der Breitbandausbau und damit zusammenhängend die Digitalisierung zu sehen.

Hans Kern ist neuer Vorsitzender

Den Haushalt 2020 zu beschließen, ist Jörg Agthes letzte Tat als Vorsitzender des Schulverbandes Sigmarszell-Weißensberg gewesen, bevor er dieses Amt auf der konstituierenden Sitzung des Gremiums für die kommenden sechs Jahre an Hans Kern weitergegeben hat. Ein folgerichtiger Akt, denn schließlich sind die darin enthaltenen Investitionen teilweise schon abgeschlossen oder bereits angelaufen, aber eben noch nicht abgerechnet. So wie auch das größte Projekt des vergangenen Jahres, nämlich die Breitbanderschließung des Schulhauses.

Insgesamt umfasst der Haushalt 2020 ein Volumen von rund 940 000 Euro, wobei 713 500 Euro auf den Verwaltungshaushalt entfallen und 226.700 Euro auf den Vermögenshaushalt. Dabei ist die Finanzierung der Schule so geregelt, dass das Geld, das der Schulverband nicht durch Einnahmen, wie etwa Mieten oder Zuschüsse, erwirtschaftet, von den beiden Verbandsgemeinden Sigmarszell und Weißensberg anteilsmäßig zu ihrer Schülerzahl getragen wird. Heuer beträgt dieser sogenannte „ungedeckte Bedarf“, wie Kämmerin Michaela Schmid, die den Haushalt ausgearbeitet hatte, erklärte, gut 334 000 Euro. Insgesamt besuchen in diesem Schuljahr 187 Schüler die Grundschule. 89 Schüler sind aus Sigmarszell und 98 kommen aus Weißensberg.

I-Pads, Apple-Pencils und mehr für die Schüler

Bei einer Verbandsumlage in Höhe von rund 1788 Euro für jeden einzelnen Schüler, beträgt die Verbandsumlage für Sigmarszell daher gut 159 000 Euro und die für Weißensberg gut 175 000 Euro. Fallen darüber hinaus noch Kosten für Investitionen an, so teilen sich die Gemeinden diese je zur Hälfte, allerdings setzt der Haushalt diese auf höchstens 100 000 Euro fest. Investieren will der Schulverband in die digitale Zukunft der Schule. Deshalb sieht der Haushalt schon einmal 30 000 Euro für die digitale Ausstattung der restlichen sieben von acht Klassenzimmern vor. Diese beinhaltet den Kauf von sieben I-Pads, Adaptern, Halterungen, Schutzhüllen, Apple-Pencils und einem I-Pad-Koffer. Hinzu kommen noch sieben Ultrakurzdistanzbeamer. 20 000 Euro sind zudem gedacht für ein bewegliches Bühnensystem, neue Möbel und neue Fenster für den dritten Raum der Mittagsbetreuung, Hängetafeln und ein Notebook für die Bücherei.

35 000 Euro sind angedacht für eine neue Schulhaustür, und die Erneuerung der Linoleumböden sowie die Umrüstung der Turnhalle auf LED-Beleuchtung. 20 000 Euro hat der Schulverband zudem für eine eventuelle Schuldachsanierung jenes Teils des Daches eingeplant, der nicht vom Orkan im Februar betroffen war. Hier soll ein Gutachten aber erst einmal klären, ob überhaupt Handlungsbedarf besteht. Für den Pausenhof und die Außenanlagen sind 10 000 Euro vorgesehen. Den größten Batzen an Investitionen macht sicherlich die Glasfasererschließung des Schulgebäudes aus, die mit 75 000 Euro zu Buche schlägt. Bei allen Ausgaben und Investitionsvorhaben darf der Schulverband jedoch auch mit Förderungen rechnen.

Geld vom Förderprogramm

So sieht das Förderverfahren „Digitales Klassenzimmer“ Fördergelder in Höhe von 17 000 Euro vor, und das Förderverfahren „Breitbandausbau“ 50 000 Euro. Für nächstes und übernächstes Jahr rechnet die Kämmerin mit insgesamt 72 000 Euro aus dem Förderprogramm „DigitalPakt Schule“.

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