Weißensberger findet Mittel gegen den Zünsler

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Schwäbische Zeitung

Ein einfaches Netz hilft wirksam gegen den Buchsbaumzünsler. Karl-Heinz Strohmaier ist überzeugt: „Wenn jeder das macht, dann haben wir in zwei Jahren keine Zünsler mehr.“

Dass Gift und andere Mittel gegen den Schädling nicht helfen, der hierzulande ganze Buchsbaumhecken runtergefressen hat, das hat dem in Weißensberg lebenden Hobbygärtner keine Ruhe gelassen. Beruflich war er Tüfteleien gewohnt, deshalb überlegte er immer wieder, wie er seine schönen Buchsbäume vor dem Haus retten könnte. Schließlich dachte er daran, wie Großstädter ihre Balkone vor Tauben schützen und probierte ein Netz aus – mit Erfolg.

Der LZ zeigt der Hobbygärtner das Ergebnis: Herrliche grüne Sträucher vor dem Haus. Erst wenn man näher kommt, fällt auf, dass sie mit einem dünnen grünen Netz überzogen sind. Am besten seien grüne Vogelschutznetze mit zehn Millimetern Maschenweite geeignet, die es von verschiedenen Anbietern gebe.

Lösung ist kostengünstig

Die hat der Hobbygärtner bereits vor anderthalb Jahren über seine Büsche gezogen. Dabei hat er sich nicht die Mühe gemacht, vorher die Raupen abzusammeln. Tatsächlich haben die Raupen die Büsche erst noch angefressen, doch dann haben sie sich verpuppt, so dass kurz darauf die Schmetterlinge in den Sträuchern zu sehen waren. Doch die konnten nicht wegfliegen, weil die Flügel zu groß sind für das Netz. Weil die Falter in den Büschen keine Nahrung finden, sind sie eingegangen, ohne neue Eier zu legen.

Seitdem hat sich sein Buchs sehr gut erholt. Dabei hat der Hobbygärtner wiederholt Falter entdeckt, die seinen Buchs anfliegen. Doch die Eier legen sie nicht auf äußere Blätter, sie wollen ins Innere der Büsche kriechen, was sie wegen der Netze nicht können. So fliegen sie unverrichteter Dinge weiter.

Die Lösung sei zudem sehr billig, weil die Netze pro Quadratmeter nur wenige Euro kosten. Und die Büsche würden nicht eingeschränkt, weil die Blätter und Zweige durch die Maschen hindurch wachsen. Und sie fallen gar nicht auf.

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