Weißensberger Feuerwehr war 2019 viel öfter im Einsatz als im Vorjahr

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 Vor allem wegen des Schneechaos war die Weißensberger Feuerwehr im vergangenen Jahr sehr oft im Einsatz.
Vor allem wegen des Schneechaos war die Weißensberger Feuerwehr im vergangenen Jahr sehr oft im Einsatz. (Foto: Archiv: cf)
Lindauer Zeitung

Fast doppelt so oft wie im Vorjahr war die Weißensberger Feuerwehr im vergangenen Jahr im Einsatz. Das lag vor allem am Schneechaos im Januar 2019.

In der Mitglieder- und Dienstversammlung blickte die Feuerwehr Weißensberg auf ein arbeitsreiches Jahr 2019 zurück. Kommandant Christian Buchmüller berichtete von den zahlreichen dienstlichen Aktivitäten. Die Einsätze sind auf 72 gestiegen. Zum Vergleich: Im Jahr davor gab es 38 Einsätze. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen in der Feuerwehr 724 Einsatzstunden.

Die Bandbreite reichte von der Rettung einer Katze, die sich in einem Maschendrahtzaun verfangen hatte, über Verkehrsunfälle bis hin zum Zimmerbrand. Der Schwerpunkt liegt wieder bei der technischen Hilfeleistung, wofür die Feuerwehr 42 Mal ausgerückt ist.

Dass es viel mehr Ansätze gab als im Vorjahr liegt vor allem am Schneechaos Anfang Januar 2019. Da musste die Weißensberger Wehr innerhalb weniger Tage 20 Mal zu größeren und kleineren Einsätzen ausrücken. Laut Buchmüller gab es in der Gemeinde im vergangenen Jahr auch deutlich mehr Brände: Deren Zahl hat sich von sechs auf zwölf verdoppelt. Die übrigen Einsätze waren Sicherheitswachen und Fehlalarme oder Einsätze mit Gefahrgut.

Manche Einsätze waren für die Kameradinnen und Kameraden sehr belastend, wie Buchmüller berichtet. Neben der Rettung von drei Menschen und der Betreuung von zwölf Personen, konnten die Retter der Feuerwehr drei Menschen nur noch tot bergen.

Als besondere Herausforderung im vergangenen Jahr nannte Christian Buchmüller die zahlreichen und teilweise monatelangen Straßensperrungen und Behinderungen durch Baustellen rund um das Feuerwehrhaus, im gesamten Gemeindegebiet und auf der Autobahn.

Einen Schwerpunkt bildete wieder die Aus- und Weiterbildung in der Feuerwehr. Es wurden 32 Gesamt-, Gruppen- Atemschutz- und Maschinistenübungen abgehalten. 36 Kameradinnen und Kameraden besuchten elf verschiedene Lehrgänge auf Landkreisebene und an den Feuerwehrschulen. Um den Leistungsstand hoch zu halten, haben zwei Gruppen erfolgreich beim Leistungsabzeichen „Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“ teilgenommen.

Ungebrochen ist der Zulauf bei der Jugendfeuerwehr. Die neuen Jugendleiter Thomas Brendel und Gabriel Krepold haben ihr erste Amtsjahr erfolgreich geschultert. Sie konnten durch ihre Einsatzbereitschaft die Ausbildung der 24 Jugendlichen auf einem hohen Niveau halten.

Die Mitgliederzahl ist stabil bei 75 Aktiven, davon sieben Frauen.

Der zweite Vorsitzende des Feuerwehrvereins Michael Wechs sprach in seinem Bericht über die zahlreichen Vereinsaktivitäten. Er betonte die positiven Auswirkungen der Kameradschaftspflege auf den Feuerwehrdienst. Er hob besonders zwei Veranstaltungen hervor: Zum einen die Teilnahme beim Spendenlauf der Bodenseebank in Oberreitnau. 42 Teams erliefen für die Weißensberger Wehr nicht nur einen großzügigen Spendenbetrag, sondern auch ein Grillfest für die Meistbeteiligung. Der zweite Schwerpunkt bildete der Tag der offenen Tür, der in ganz Schwaben veranstaltet wurde. In einer Übung der Jugendfeuerwehr, bei Fachvorträgen und Führungen durch das Feuerwehrhaus, konnten die Kameradinnen und Kameraden ihre Arbeit der breiten Bevölkerung vorstellen und um neue Mitglieder werben.

Bürgermeister Hans Kern lobte die gute Kameradschaft in der Wehr und die hohe Einsatzbereitschaft aller Mitglieder zum Wohle der Menschen in Weißensberg. Er hob insbesondere die erfolgreiche Jugendarbeit hervor. Besonders bedankte er sich für Teilnahme der Feuerwehr am Besuch in der französischen Partnergemeinde Andouillé.

Für zehn Jahre aktiven Dienst wurden Domenik Krepold, Marius Reck und Martin Steur geehrt. Seit 20 Jahren sind Andreas Baur und Ludwig Holzmann aktiv im Einsatz. Bereits seit 30 Jahren sind Marco Egle, Markus Gapp, Klaus Strodel und Gerald Weber im aktiven Dienst.

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