Weißensberger feiern in diesem Jahr etwas anders

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Und ab geht’s: Die Kinder lassen die bunten Luftballone steigen.
Und ab geht’s: Die Kinder lassen die bunten Luftballone steigen. (Foto: Fotos: Maja Beck)
Maja Beck

Da hatte der Juli bislang so viel wunderschönes Sommerwetter im Gepäck gehabt, und pünktlich zum Weißensberger Kinderfest, am letzten Samstag vor den Sommerferien, hieß es zittern. Und alles Zittern brachte am Anfang gar nichts, denn der Kinderfestmorgen startete mit unwetterartigen Regenfällen und traurigen Kindergesichtern. Letztlich ging dann aber doch alles gut aus. Denn pünktlich zum Start des feierlichen Umzuges durch den Ort hörten die Regenfälle auf.

Dann war es sogar warm genug für die Kinder, um in Dirndl oder Lederhose durch den Ort zu laufen, auch wenn das ein oder andere Kind zum süßen Dirndl noch derbe Wanderschuhe trug, wie ein hübsch herausgeputztes kleines Mädchen, das unter den rügenden Blicken der Betreuerinnen durch die größten Pfützen stapfte und dann stolz verkündete: „Mama hat mir wasserfeste Schuhe angezogen“.

Pünktlich schlängelte sich der Festumzug durch den Ort zum diesjährigen Festplatz. Die teilnehmenden Kinder, Musikanten und Organisatoren machten durchweg zufriedene Gesichter.

Das Weißensberger Kinderfest fand in diesem Jahr zwar zum 80. Mal statt, hatte aber ausgerechnet zum Jubiläum mit der Großbaustelle rund um die Weißensberger Festhalle zu kämpfen. Und daher war in diesem Jahr alles ein wenig anders, was aber niemanden am ausgelassenen und entspannten Feiern hinderte.

Erst die Ballons, dann das Gedicht

Beim Sammeln auf dem Festplatz brachte es Daniela Wagner, Vorsitzende des Kinderfestausschusses, auf den Punkt: „Unten stehen die Lautsprecherboxen und hier oben, wo wir jetzt stehen, ist der ideale Ort zum Luftballons steigen lassen. Also improvisieren wir, was wir ja gut können, und lassen einfach hier oben zuerst die Ballons steigen und hören danach unten das Kinderfestgedicht.“ Gesagt, getan. Schon entschwanden die bunten Ballons in die Lüfte und die Kinder marschierten nach unten, wo Bürgermeister Hans Kern das Kinderfest eröffnete und die zahlreichen Gäste gut gelaunt auf das diesjährige Kinderfest einstimmte.

Heiß erwartet war selbstverständlich das Kinderfestgedicht, das auch in diesem Jahr von Wolfgang Sutter verfasst worden war, und informative wie kritische Worte zum Gemeindeleben des vergangenen Jahres fand. Die beiden Drittklässler Hugo Faßbender und Mia Vuk trugen das schwierige Gedicht sehr professionell vor und waren unglaublich sympathisch, wie sie da oben standen und ihre Sache so toll meisterten.

Nach dem Mittagessen starteten die ersehnten Kinderfestspiele wie Kinderschminken, Kasperltheater, die Schokokussschleuder und das traditionelle Fahrrad-Geschicklichkeitsturnier.

Seinen Ausklang fand das Fest beim gemütlichen Hock der „Großen“ am späten Nachmittag mit dem Weißensberger Musikverein, einem Gastauftritt der Lindauer Trommler und Kartoffelsalat aus 60 Kilo Kartoffeln.

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