Ortsdurchfahrt Schwatzen wird verlegt

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Noch heuer soll die Dorfstraße im Bereich der Problemstelle neu verlegt werden. Dennoch wird die Garage das Ortsbild weiter trüb
Noch heuer soll die Dorfstraße im Bereich der Problemstelle neu verlegt werden. Dennoch wird die Garage das Ortsbild weiter trüben. (Foto: ust)

Knapp 23 000 Euro wird es kosten, um ein Teilstück der Gemeindestraße im Weißensberger Ortsteil Schwatzen zu verlegen. Den entsprechenden Auftrag für das ausführende Bauunternehmen beschlossen die Räte in der jüngsten Gemeinderatssitzung einstimmig. Wie Bürgermeister Hans Kern berichtete, hatte das Ingenieurbüro Zimmermann & Meixner die Arbeiten als Los mit Maßnahmen von vier weiteren Gemeinden ausgeschrieben, um einen besseren Preis zu erzielen. Günstigste Bieterin von insgesamt vier Unternehmen war die Firma Käser aus Wolfegg. Der Auftrag soll im Laufe des Jahres ausgeführt werden, hieß es.

Wie berichtet war eine Korrektur der Ortsdurchfahrt notwendig geworden, weil sich ein Teilbereich der Gemeindestraße – ein Streifen von etwa einem halben Meter – auf Privatgrund befand. Festgestellt wurde dieser Fehler erst im Zuge des Grundstückskaufs beziehungsweise der Bebauung mit einer Fertiggarage durch den neuen Eigentümer. Dieser wollte die Grundstücksfläche offensichtlich bis auf den letzten Zentimeter ausnutzen, wodurch die Garage nun zu einem geringen Teil auf der Dorfstraße steht.

Auch wenn der Eigentümer in Sachen Baugrenze im Recht ist, wurde dessen Vorgangsweise bereits in der Ratssitzung im Februar heftig kritisiert. „Es wäre schön gewesen, wenn er bei der Gemeinde wenigstens vorher angeklopft hätte“, meinte damals Bürgermeister Kern und fügte hinzu: „Für das Ortsbild ist das eine Katastrophe.“ Auch vonseiten vieler Bewohner war immer wieder zu hören, dass der „weiße, an die Hauswand geklebte Kasten“ ein Schandfleck für das ganze Dorf sei.

Nun wird die Straße auf einer Länge von rund 30 Metern neu trassiert. Dabei soll die Gesamtbreite von 4,20 Meter auch künftig gewährleistet sein. Bei der Verlegung in Richtung Westen verliert ein Anwohner ein kleines Stück vom Garten, der aber wiederum zum Teil auf dem Grundstück der Gemeinde liegt. Auf der gesamten Länge der neuen Trasse müssen die Randsteine aus- und an neuer Stelle wieder eingebaut werden. Zudem erfolgt im westlichen Bereich ein neuer Straßenunterbau. Am Ende wird die Straße in diesem Bereich komplett neu asphaltiert.

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