Beim Weißensberger Kinderfest gibt’s statt Regenschirmen doch viele bunte Luftballons

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Fröhliches Gewusel herrscht beim Kinderfest in Weißensberg, als die Luftballons starten.
Fröhliches Gewusel herrscht beim Kinderfest in Weißensberg, als die Luftballons starten. (Foto: Susi Donner)

Immer am letzten Sonntag vor den bayerischen Sommerferien findet in Weißensberg das Kinderfest statt. So auch am Sonntag. Und obwohl Regen angesagt war: Das Wetter hielt – vom festlichen Kinderfestumzug über die Kinderfestspiele bis zum Hock der Erwachsenen – nachmittags kam sogar für einige Zeit die Sonne raus.

Verschlafen konnte das Kinderfest sicher niemand. Bereits um sechs Uhr morgens wurde die Gemeinde mit Böllerschüssen und dem Spiel der Schalmeien geweckt. Dann ging es zum Festgottesdienst, den der Kinderchor mitgestaltet hat. Pünktlich um 10.45 Uhr startete, angeführt von zwei Pferden des Reitvereins Lindau und dem Musikverein Weißensberg, der bunte Festzug.

Die herausgeputzte Schar kleiner und großer Umzugsteilnehmer lief eine große Runde durchs Dorf, mit dem Festplatz als Ziel. Dort wurden sie von Bürgermeister Hans Kern begrüßt. „In Zeiten, in denen nichts mehr sicher scheint, ist das Kinderfest in Weißensberg eine wunderbare Konstante. Es ist im Gemeindeleben als das größte und schönste Fest für alle verankert“, sagte er und dankte allen Helferinnen und Helfern, die das Fest möglich machen.

„Liebe Kinder, das ist euer Fest. Genießt den Tag und habt Spaß“ sagte er und übergab an Daniela Wagner vom Kinderfestausschuss, die nach Kerns Worten ein echter Glücksfall für die Gemeinde sei. „Was für ein schönes Bild“ jubelte diese fröhlich über den Festplatz, auf dem es vor Kindern und ihren Eltern nur so wuselte. „Wir dachten, wir brauchen Regenschirme – jetzt sehe ich nur die bunten Luftballons!“

Als Preise geht es raus ins Freie

Wagner beschrieb die Kinderfestspiele auf dem Gelände und erzählte, dass es vor allem für die größeren Kinder statt Sachpreisen tolle Aktionspreise gebe, wie Gutscheine für Klettergarten, Stand-Up-Paddle oder Fußballgolf: „Wir haben uns überlegt, dass sich die meisten Kinder viel zu viel drin aufhalten. Deshalb raus mit den Kindern an die frische Luft.“ Für diese Idee gibt es Applaus und große Zustimmung von den Eltern.

Luisa Plenk, Eva Steur, Elise Holl und Carl Czerwenka trugen danach betont und klar das ellenlange Kinderfestgedicht vor, in das Wolfgang Sutter aus Niederstaufen die ganze Gemeindegeschichte der vergangenen zwölf Monate hineingepackt hat. Dafür haben die vier Schüler der 3a der Grundschule Weißensberg eine Note eins im freien Vortrag und Bewunderung fürs fleißige Auswendiglernen verdient.

Gemeinsam sangen alle das Weißensberger Kinderfestlied und schließlich kam der Countdown zum Luftballonstart: Bei „null“ ließen alle Kinder ihre Luftballons los und schauten ihnen begeistert hinterher, wie sie sich Richtung Osten auf eine hoffentlich lange Reise machten.

Der Nachmittag gehörte ganz den Kinderfestspielen: Es gab Attraktionen wie Kinderschminken, Kasperletheater und das Fahrrad-Geschicklichkeitsturnier. Schließlich mündete des Fest in den beliebten Hock der „Großen“ bei Musik vom Musikverein Weißensberg.

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