Bebauungsplan für Teile von Rehlings beschlossen

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Ulrich Stock

Der Bebauungsplan „Im Gärtl II und Teile der Lindauer Straße“ war keine leichte Geburt – doch nun ist er komplett. Der Weißensberger Gemeinderat verabschiedete in seiner jüngsten Sitzung den Entwurf und beschloss die Satzung einstimmig.

Nach der zweiten Auslegung der Pläne wurden keine größeren Änderungen mehr vorgenommen, wie Johanna Kiechle, Stadtplanerin beim Lindauer Büro Sieber, im Ratsgremium erläuterte. Ergänzt wurden lediglich noch zwei Hinweise von Behörden bzw. Trägern öffentlicher Belange – zum einen zur „Versickerung von Niederschlagswasser in den Baugebieten“, zum andern zur „Genehmigungspflicht für Gewässerausbau“. Seitens der Bevölkerung gingen keine Stellungnahmen mehr ein.

Wie mehrfach berichtet, war der Auslöser für die Aufstellung des Bebauungsplans eine Bauvoranfrage für das Grundstück „Im Gärtl 18“, das einst dem inzwischen verstorbenen Bürgermeister Werner Reich gehörte. Dort wollte der neue Eigentümer das vorhandene Gebäude abreißen und stattdessen einen dreigeschossigen Neubau mit Flachdach errichten. Weil die Räte Bausünden wie beispielsweise im Ortsteil Altrehlings verhindern wollten, beschlossen sie im Juni 2018, für den genannten Bereich eine Veränderungssperre zu erlassen und einen neuen Bebauungsplan zu erarbeiten.

Dieser umfasst die nordöstlichen Grundstücke der Straße „Im Gärtl“ als auch den südöstlich dieses Teilbereichs gelegenen Abschnitt der „Lindauer Straße“, inklusive des „Bayerischen Hofes“, der direkt an die Gemarkung der Stadt Lindau angrenzt.

Da der Eigentümer des Grundstücks „Im Gärtl 18“ zwischenzeitlich gegen die Vorgaben im Bebauungsplan geklagt hatte, erarbeitete das Planungsbüro einen Kompromiss, und zwar in der Form, dass im jetzigen Planentwurf die Grundfläche für ein neues Gebäude auf dem genannten Grundstück auf 210 Quadratmeter vergrößert wurde – ursprünglich waren nur 180 Quadratmeter eingeplant. Allerdings wurden im gleichen Zug die Firsthöhe und Wandhöhe für einen allfälligen Neubau reduziert. Ob sich der Eigentümer mit dem Kompromiss zufriedengibt, wird sich zeigen. Denn eine juristische Anfechtung ist erst möglich, wenn der Bebauungsplan rechtskräftig ist, was mit der Bekanntmachung in Kürze der Fall sein wird.

25 neue Wohnungen

Demgegenüber dürfte es bei der Bebauung des Grundstücks Lindauer Straße 83, unterhalb der Firma Stone Unity GmbH gelegen, keine Probleme geben. Dort will die Bodenseewohnbau GmbH insgesamt drei Mehrfamilienhäuser errichten. Wie Geschäftsführer Hubert Kessenheimer auf Nachfrage der Lindauer Zeitung erklärte, sollen im sogenannten Wohnpark „Sonnenallee“ insgesamt 25 Eigentumswohnungen mit jeweils zwei, drei oder vier Zimmern entstehen.

Zurzeit wird auf dem Baugrundstück das Gelände vorbereitet und geebnet. Mit dem Bau der drei Wohngebäude soll, so Kessenheimer weiter, im Frühjahr begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Sommer 2021 geplant.

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