Beim Apfelcup müssen die Teams Äpfel in eine Tüte packen und dabei jeweils zwei und vier Kilogramm Füllmenge abschätzen. Der MV
Beim Apfelcup müssen die Teams Äpfel in eine Tüte packen und dabei jeweils zwei und vier Kilogramm Füllmenge abschätzen. Der MV Achberg sorgt für musikalische Unterhaltung. (Foto: Fotos: Denise Tattavito)
Denise Tattavito

Zum ersten Mal seit 22 Jahren hat das Apfelfest am Obsthof Strodel in Weißensberg stattgefunden. Beim Apfelcup haben vier Teams ihr Wissen über Äpfel unter Beweis gestellt.

An zwei Tagen hat sich in Weißensberg alles rund um das Thema Apfel gedreht: Zur Einweihung der neuen Obsthalle am Obsthof Strodel überlegten sich Markus Kaeß und Klaus Strodel, ein Fest zu organisieren. Genauer gesagt das Apfelfest. Dieses gab es vor 22 Jahren schon einmal und Kaeß hatte die Idee, es wieder aufleben zu lassen. „Als Kind war ich damals dabei, und alle hatten es ziemlich cool in Erinnerung. Jetzt wollte ich es mal wieder machen“, erzählt er. Die Einweihung der neuen Halle hinter dem Obstladen sei dazu die perfekte Gelegenheit.

Gegen 18 Uhr füllt sich die Halle langsam. Eigentlich sollte der Apfelcup – ein Wettbewerb, an dem mehrere Teams sich im Wissen über Äpfel messen – beginnen, doch es sind noch nicht genügend Menschen da. Organisator Markus Kaeß lässt sich deshalb aber nicht aus der Ruhe bringen: „Wir warten einfach noch bis 19 Uhr, bis dahin wird sich die Halle noch füllen“. In der Zwischenzeit sorgt der Musikverein Achberg für Unterhaltung und die ersten Besucher des Festes beginnen bereits bekannte Hits mitzusingen.

Kaeß behält Recht: Eine Stunde später ist die Halle voll. Der Apfelcup kann beginnen. Vier Teams bilden sich um Kaeß herum, darunter Mitglieder aus verschiedenen Vereinen. Der Apfelcup beginnt mit einem Theorieteil, in dem die Teams Quizfragen beantworten sollen. Ihre Antworten müssen sie dann auf ein Blatt Papier schreiben, denn die Auswertung wird erst viel später erfolgen.

„Wie viele Äpfel isst und trinkt ein Deutscher im Jahr durchschnittlich?“ und „Auf wie vielen Hektar werden in Deutschland Äpfel angebaut?“. Insgesamt acht Wissensfragen bringen die Teams ins Grübeln. Die Schätzspiele hingegen fallen den Teilnehmern einfacher. Sie müssen schätzen, wie viele Äpfel in der großen Kiste neben ihnen sind und dann aus dieser Kiste einmal zwei und einmal vier Kilogramm in eine Tüte packen. Beim anschließenden Wiegen freut sich eine Gruppe besonders: Obwohl die Zuschauer die Tüte der vier jungen Männer als zu schwer einschätzten, wiegt diese genau 4,1 Kilogramm. Doch auch die anderen Teams schneiden nicht schlecht ab.

Besonders interessant ist der Apfelcup für die jüngeren Besucher, welche die Gruppen gespannt beobachten und ihnen nicht von der Seite weichen. Doch auch der ein oder andere Erwachsenen drängt sich vor zur Bühne, um das Geschehen zu verfolgen. „Nächstes Mal brauchen wir mehr Platz“, stellt Kaeß fest, denn allmählich ist es eng zwischen Bühne und Bierbänken.

Bis jetzt sind alle Teams gleichauf, doch beim Apfeltauchen in der Großkiste und bei der Mostmarionette kristallisieren sich die klaren Sieger heraus: Den ersten Platz belegen die Apfelböms, gefolgt von den Moschtköpfen. Die Feuerwehr landet auf dem dritten Platz und die Pen-Pineapple-Apple-Pens bilden das Schlusslicht.In den späten Abendstunden dann sorgen die Eschbach-Buam für eine ausgelassene Stimmung bis tief in die Nacht hinein. Kurzzeitig sind die Eintrittskarten sogar ausverkauft.

Am Sonntag wird Erntedank gefeiert

Und auch am nächsten Tag, dem Erntedankfest, ist volles Programm angesagt: Der Tag startet mit einem Erntedankgottesdienst auf dem Festgelände, auf dem der Pfarrer zugleich die bunt geschmückten Erntemaschinen segnet. Vor allem der Frühschoppen, der Apfelkuchenwettbewerb und eine Hüpfburg für die Kinder locken die Weißensberger am Sonntagmorgen und trotz schlechtem Wetter noch aus dem Bett.

Apfelkuchenköniginnen werden Dorrit Huber und Christa Kaeß mit 52 von 60 möglichen Punkten für ihr Backwerk. Bewertet wurde unter anderem nach den Kriterien Geschmack, Konsistenz, Geruch, Aufwand und Gestaltung.

„Samstag und Sonntag waren ein voller Erfolg“, sagt Kaeß zufrieden nach dem ganzen Trubel. „Es war komplett friedlich, es gab keinen Zwischenfall und das Ziel, viele Weißensberger Bürger in die Obsthalle zu locken, haben wir erreicht.“

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