Vier Künstler zeigen Fülle an Materialien

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 Der Wasserburger Dom.
Der Wasserburger Dom. (Foto: Kuba)
Lindauer Zeitung

Wasserburg (lz) - Das Thema Neugier hat sich wie ein roter Faden durch die Vernissage im Kunstbahnhof Wasserburg gezogen. Dort präsentieren vier Künstler aus dem Münchner Raum eine neue Ausstellung.

Skulpturen, Öl auf Leinwand, Acryl auf Holz, gegossenes Wachs aus Umverpackungen – eine Fülle an Materialien, die einen intensiven Blick auf die Fülle eines ergebnisoffenen Arbeitsprozesses bieten, der mit Wissbegierde und Neugier begonnen wurde und nun in Vielfalt zu bestaunen ist. Bei der Vernissage übernahm Nikolaus Brass die Einführung in die Werke und hielt die Laudatio.

Da wäre einmal der Wasserburger Dom, den Künstlerin Freya Junker geschaffen hat, um etwas von der Wasserburger Geschichte zu erzählen, um die Atmosphäre des Ortes einzufangen, heißt es im Nachbericht über die Vernissage. „Und wenn ich im Bahnhof in der alten Schalterhalle bin, mit dem Fliesenfußboden, dann sprechen die alten Muster mit mir und erscheinen dann an der Wand, wie die Grundrisse versunkener, vergangener Gebäude, eines Doms, vielleicht.“ Sie arbeitet mit der Farbe Blau, die sie selbst herstellt.

Wasser und die Möglichkeiten, dieses zu überqueren, ist das Thema der Künstlerin Hilde Seyboth. Boote aus Lindenholz, die zwar aufgrund ihrer Schieflage nicht unbedingt seetüchtig, die aber als „Traumboote“ in der Lage sind, von „hier nach dort“ zu gelangen, Ziele zu erreichen, die möglicherweise erst oder gar nur erträumt werden können.

In Gesprächen ergründete Nikolaus Brass die Motive und die Neugier der Künstler, gab sie den Gästen der Vernissage als Kompendium wieder. Der Künstler Hans Fuchs, der sich in seinen Graphitzeichnungen der Form, der Gegenständlichkeit entledigt und das Bild für sich sprechen lässt, zeigt auch Acryl-auf-Holz-Bilder, die in die Tiefe ziehen.

Farben des Himmels hingegen sind für die Künstlerin Charlotte Panowsky bedeutungsvolle Mittel, um flüchtiges Streben darzustellen. Mit viel Energie bringt sie Farbe auf, arbeitet um, schichtet neu. „Himmelstück“ heißen bezeichnenderweise ihre Werke, die Leichtigkeit und Freude erzeugen.

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