Nach Brand: Neue Werfthalle entsteht in derselben Größe

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Links des Weges soll die Werfthalle wiederaufgebaut werden, die im November 2019 abgebrannt ist. Für das Gebäude rechts des Wege
Links des Weges soll die Werfthalle wiederaufgebaut werden, die im November 2019 abgebrannt ist. Für das Gebäude rechts des Weges ist schon seit einigen Jahren ein Teilabriss und Umbau geplant. (Foto: Ruth Eberhardt)
Ruth Eberhardt

Einstimmig hat der Wasserburger Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend den Wiederaufbau der Werfthalle genehmigt, die im November 2019 abgebrannt war. Der Neubau wird laut Bauantrag dieselben Maße haben wie das vorherige Gebäude an dieser Stelle. Der Eigentümer, Johannes Segmüller aus Friedberg, versicherte dem Gremium: „Die Werft soll definitiv weiter betrieben werden.“ Für den Teilabriss und Umbau der direkt gegenüberliegenden Halle, die das Feuer verschont hatte, liegt ihm bereits eine Baugenehmigung aus dem Jahr 2017 vor.

Wie berichtet, will Segmüller schon seit einigen Jahren die ehemalige Prechtl-Werft umbauen und sanieren. Bereits Ende des Jahres 2017 hatte der Gemeinderat seinen – unter Anwohnern umstrittenen und zum Teil von Argwohn begleiteten – Bauantrag genehmigt. Vorgesehen war damals, die ältere Werfthalle zu etwa 70 Prozent abreißen und neu bauen sowie dessen Kopfteil zu sanieren. Unter anderem sollen darin Verwaltung, Werkstatt, Lackierkabine und Lager entstehen. An diesen Plänen habe sich nicht geändert, erklärte Segmüller am Dienstagabend auf Anfrage der LZ. Aus der gegenüberliegenden Halle wollte er damals schon ein Bootslager machen. Doch dieses Gebäude brannte im vergangenen Jahr lichterloh ab. Als Brandursache wurde ein technischer Defekt in den elektrischen Anlagen ermittelt.

Jetzt lag dem Rat ein Bauantrag zum Wiederaufbau der vom Feuer zerstörten Halle vor. „Mich freut, dass der Bauwerber die Lust an diesem Projekt nicht verloren hat, nachdem es schon ein paar Jahre bei uns im Gemeinderat besprochen wird“, sagte Ratsmitglied Stefan Hanser. Er bezeichnete die vorgelegten Unterlagen des Bauantrags als eine „ansprechende und attraktive Planung“.

Das Gebäude soll 41,48 Meter lang und 11,57 Meter breit werden. Die Wandhöhe beträgt 8,35 Meter, die Firsthöhe 9,90 Meter. Damit hat die Halle dieselben Maße wie ihre Vorgängerin. Auch die Abstandsflächen sind laut den Planunterlagen gleich – bei einer Abweichung von drei bzw. sieben Zentimetern an den Westseiten. Die Halle soll Platz für 20 Boote bieten. Im Dachgeschoss ist eine Betriebswohnung für den Pächter vorgesehen. Im Obergeschoss ist eine weitere Betriebswohnung geplant, die in der Segmüller maximal vier saisonale Mitarbeiter unterbringen möchte, wie er selbst in der Ratssitzung sagte.

Fragen warf noch die Betondecke auf, die in die Halle eingezogen werden soll. Dies war beim Umbau der vorherigen Halle nicht vorgesehen. Segmüllers Planer erklärte in der Sitzung, dass dies im alten Gebäude statisch nicht möglich gewesen wäre, jetzt aber sinnvoll sei. Segmüller ergänzte, dass eine so hohe Halle nicht mehr erforderlich sei, weil das Konzept weniger auf Segelboote, sondern vielmehr auf Motor- und Elektroboote ausgerichtet sei.

Vorbehaltlich der Übernahme der Abstandsflächen durch die Nachbarn an der Süd- und Westseite erteilte der Gemeinderat einstimmig sein Einvernehmen zum beantragten Wiederaufbau.

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