Musikverein überzeugt das Publikum in voll besetzter Sumserhalle

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 Auf musikalisch hohem Niveau stellt der MV Wasserburg sein Können unter Beweis.
Auf musikalisch hohem Niveau stellt der MV Wasserburg sein Können unter Beweis. (Foto: Sarah Lehle)
Sarah Lehle

Traditionell hat der Musikverein Wasserburg auch in diesem Jahr in die Sumserhalle zum Dreikönigskonzert eingeladen. Bereits am Vorabend durfte sich das Publikum von dem niveauvollen Konzert bezaubern lassen. Am Dreikönigstag wurden zudem acht Musikanten für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Die beiden Konzerte des Jahresbeginns waren derart gut besucht, dass dem Verein die Programmhefte ausgingen. Dies war allerdings halb so schlimm, denn Evein Obulor führte gewohnt humorvoll und charmant durch den Nachmittag und gab zu jedem Stück Hintergrundwissen preis. Mit „Also sprach Zarathustra“ gelang dem Musikverein gleich zu Beginn mit der imposanten Eröffnungsfanfare ein beeindruckender Auftakt dieses Konzerts. Das zweite Stück war auffällig anders. Mit „Wendepunkte 1989“ wurde mit unruhigen Harmoniesprüngen der Mauerfall beschrieben und verlangte von den Musikanten einiges an Konzentration und Können ab. Rhythmischer ging es da bei der nachfolgenden Tanzvariation „Slawischer Tanz Nr. 8“ zu. Mit einer kurzen Fanfare wurde die voll besetzte Sumserhalle nach Hawaii entführt. Bei „Dance Variants“ kamen eher ungewöhnliche Klänge im 7/8- Takt zum Vorschein, was die Musikanten mit viel Ausdruck und äußerst lebendig darboten.

Bevor es zum letzten Stück vor der Pause überging, freute sich Helmut Münzel vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund, acht langjährige Musikanten zu ehren. Auf 15 Jahre aktive Mitgliedschaft können Stephanie Malang an der Klarinette, Isabel Rupprecht am Saxophon, Sebastian Schmid am Tenorhorn und Adrian Specht an der Posaune zurückblicken. Bereits 25 Jahre aktiv dabei sind Martina Bodenmiller an der Klarinette, Elisabeth Meuchelböck ebenfalls an der Klarinette, Florian Malang an der Posaune und Martina Maurer am Saxophon.

Von Kolumbus bis Queen

Auf hohe See ging es mit „Mit vollen Segeln“, einem Ehrenmarsch, der sich besonders an den Dirigenten Zanker richtete. Da der Titel des Stücks auch für die anspruchsvolle Arbeit des Kapellmeisters steht, bedankten sich die Musikanten an dieser Stelle einmal mehr bei ihrem Dirigenten für die arbeitsintensive Probenarbeit. Nach der Pause befanden sich die Zuhörer mit „Die große Seefahrt 1492“ weiterhin auf See. Das bedeutende historische Ereignis, die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, wurde eindrucksvoll dargeboten. Im 6/8- Takt wurde das Publikum in Wellen durch das Stück geschaukelt, um in einem Wechselspiel der Tonarten und Tempi durch einen gewaltigen Sturm geleitet zu werden.

Dass der Musikverein Wasserburg sowohl Balladen als auch Rock kann, wurde mit „Bohemian Rhapsody“ bewiesen. Vier Herren des MV Wasserburg „rockten, was das Zeug hält“, wie es Obulor treffend beschrieb. Das anspruchsvolle Medley mit den schönsten Melodien aus Walt Disneys „Beauty and the Beast“ sowie John Miles’ 70er-Jahre Hit „Music“ boten mit leisen und lauten, gefühlvollen und dramatischen Klängen einen sehr gekonnten Abschluss dieses abwechslungsreichen und von hohem musikalischen Niveau geprägten Konzerts.

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