Mann verfolgt Kind in Wasserburg: Polizei rät Eltern zur Vorsicht

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Schulkinder
Nach dem Vorfall mit einem unbekannten Mann in Wasserburg sollten Kinder nur in Gruppen unterwegs sein. (Foto: Archiv: dpa/Jens Kalaene)
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Zu erhöhter Vorsicht rät die Polizei allen Eltern, nachdem ein unbekannter Mann in Wasserburg ein Mädchen verfolgt hat. Es bestehe aber kein Grund zur Panik.

Aus Sicht von Holger Stabik von der Pressestelle des Polizeipräsidiums in Kempten stehen Eltern und Polizei vor einem Dilemma: Einerseits sei der Vorfall besorgniserregend, weil der Mann nach wie vor unbekannt ist und deshalb niemand weiß, ob seine Absichten harmlos waren oder nicht.

Vorsicht sei sinnvoll, Panik nicht. Deshalb seien die besten Regeln die, die Eltern ihren Kindern sowieso immer mit auf dem Weg in die Schule oder auf den Spielplatz mitgeben sollten.

Laut Stabik sollten vor allem jüngere Kinder am besten in Gruppen gehen und nicht alleine. Denn wer Böses im Schilde führe, wende sich meist an Einzelgänger. Ältere Kinder, die ein Handy dabeihaben, sollten die 110 wählen und einen Notruf durchgeben können.

Streifen halten Grundschulbereich im Blick

Kinder sollten zudem lernen, dass sie in Notsituationen laut rufen oder gezielt andere Passanten ansprechen sollten. Auch das Klingeln an fremden Haustüren kann in solchen Notsituationen sinnvoll und hilfreich sein. Wenig hält der Polizeisprecher dagegen davon, wenn noch mehr Eltern ihre Kinder nur noch mit dem Auto herumfahren. Denn das mache die Kinder unselbstständig.

Die Polizei wird den Bereich um die Wasserburger Grundschule mit Streifen verstärkt im Blick haben. Das gelte aber auch für andere Schulwege im Bereich Lindau. Stabik: „Da hat für uns hohe Priorität.“

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