Kuba zeigt „Vier Räume, vier Künstler“

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Lindauer Zeitung

Der Wasserburger Kunstbahnhof eröffnet am Freitag, 4. Oktober, die Ausstellung „Vier Räume, vier Künstler“ mit zeitgenössischen Aquarellen. Beginn ist um 19.30 Uhr. Christa Hagel führt im Gespräch mit den Künstlern Detlef Fellrath, Felix Haspel, Norbert Leo Müller und Bernd Steinlein in die Ausstellung ein, wie der Kunstverein mitteilt.

Was macht das moderne Aquarell aus? Vier Künstler haben sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und den Zauber von Licht und Farbe auf ungewöhnliche Weise eingefangen.

Detlef Fellrath malt gern „plein air“, also direkt vor Ort, nass in nass lässt er die selbst hergestellten Farben in Papier oder Segeltuch einsinken. Er übertragt so eine Stimmung, gezielt gesetzt und doch immer unkorigierbar, heißt es weiter. Fellrath zeigt in Wasserburg „work in progress“, ganz neue Arbeiten, die kurz vor der Ausstellung entstanden sind.

Norbert Leo Müllers Interesse gilt vor allem den Pflanzen und ihren wechselnden Erscheinungsformen im Wandel der Jahreszeiten. Seine Aquarelle sollen veranschaulichen, dass es die Natur selbst ist, die als größte Meisterin der Abstraktion mit Licht, Schatten, Farbe und Form Knospendes, Blühendes, Welkendes und im Schnee Erstarrtes zu Kompositionen werden lässt. Er begibt sich auf Entdeckungsreise durch seinen Garten.

Felix Haspel beschäftigt sich seit den 1980er-Jahren mit extremen Landschaftsformen und bereiste ausführlich die Wüstengebiete Nordafrikas, Nord-Indiens und der Mongolei. Die Thematik dieser von Zivilisationsspuren freien Landschaftsformen durchzieht alle künstlerischen Positionen des Künstlers – Malerei, Skulptur, Tapisserie und Landart-Installation. Er zeigt keine Abbildungen tatsächlich vorhandener Landschaften, sondern ein Konglomerat des bis dahin Erlebten, Erschauten, Erspürten und Erfahrenen. Bild-gewordene Gedanken, die der Künstler aus seinen Reisen mitgebracht hat.

Bernd Steinlein lebt in Wasserburg und malt als Autodidakt seit 25 Jahren Aquarelle und Acrylbilder. Am Bodensee lebend und auf Reisen sind es Fischerorte, Häfen, Boote die sein malerisches Interesse wecken. Im Kuba zeigt er Fische: „Gefangen, gemalt, gegessen“ sagt er.

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