Die Grundschule Wasserburg erhält ein Spielezimmer

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 Die Wasserburger Grundschüler freuen sich sichtlich über das neue Spielezimmer.
Die Wasserburger Grundschüler freuen sich sichtlich über das neue Spielezimmer. (Foto: Grundschule)
Lindauer Zeitung

Die Grundschule Wasserburg hat dank ihres laut Pressemitteilung der Bildungseinrichtung originellen und durchdachten Konzepts eine komplette Spieleausstattung für ein Spielezimmer gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert so das klassische Spielen an Schulen, denn: Spielen macht schlau!

Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegenwirken.

Die Grundschule Wasserburg hat sich an dem diesjährigen Aufruf der Initiative beteiligt und ein pädagogisches Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielzimmer in ihrer Schule vorstellt. In diesem Konzept wurden folgende Leitfragen beantwortet: Wann sollen die Spielwaren in den Schulalltag integriert werden?; Wer soll von dem Spielzeug an unserer Schule in besonderem Maße profitieren?; Wo soll gespielt werden?; Wie soll die Betreuung des Spieleangebotes organisiert werden?; Wie sollen die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit des Angebotes gesichert werden?; Wie sollen die Familien der Schüler integriert werden?

Insgesamt gibt es in diesem Jahr 202 Gewinner in allen 16 Bundesländern. Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein „Mehr Zeit für Kinder“ und dem ZNL-Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative, die in diesem Jahr zum 13. Mal ausgeschrieben wurde, von den 16 Kultusministerien.

Um ein Spielezimmer für ihre Schule zu gewinnen, hatten die Grundschulen bis Juni 2019 Zeit, ihre Bewerbung an den Verein „Mehr Zeit für Kinder“ zu schicken. Die besten Konzepte wurden von einer Jury prämiert und die Einrichtung der Spielzimmer erfolgte im Anschluss. Die Spielwaren werden von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie e.V. (DVSI) kostenlos zur Verfügung gestellt. Vorangegangen war diesem Konzept die Projektwoche „Spielen im Wasserburger Spieleland“, in der alle Kinder verschiedene Spielgruppen durchlaufen konnten. Es wurden selbst Spiele mit eigenen Spielanleitungen kreiert. Engagierte Eltern waren mit Kindern Spieletester von neuen Spielen, die der Schule anlässlich der Projektwoche von verschiedenen Spielverlagen geschenkt wurden. Auch lernten die Kinder Spiele aus anderen Ländern, wie zum Beispiel „Dithwai“ aus Lesotho oder „Chilly“ aus Indien kennen. In unterschiedlichsten Teamspielen auf dem Pausenhof konnten die Kinder ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen.

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