„Die CSU ist gut aufgestellt“

Lesedauer: 8 Min
 Gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidat Jürgen Schalk (Vierter von rechts) und ihrer Vorsitzenden Sabine Schmid (Erste von rech
Gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidat Jürgen Schalk (Vierter von rechts) und ihrer Vorsitzenden Sabine Schmid (Erste von rechts) präsentieren sich die neun Gemeinderatskandidaten des Wasserburger Ortsverbands der CSU. (Foto: isa)
Isabel de Placido

Die Wasserburger CSU geht mit vier Frauen und fünf Männern als Kandidaten für den Wasserburger Gemeinderat ins Rennen. Bei der Nominierungsveranstaltung haben die Mitglieder mit einer Gegenstimme für die Kandidatenliste gestimmt. Mit Alexander Fundele, Giovanni Marino und Joachim Rechtsteiner treten drei langjährige CSU Gemeinderäte nicht mehr zur Wahl an.

„Wir haben eine ausgesprochen gute Kandidatenliste“, freute sich die Wasserburger CSU-Ortsverbandsvorsitzende Sabine Schmid, nachdem 15 der insgesamt 16 zur Nominierungsveranstaltung in den Walserhof gekommenen Mitglieder für die Gemeinderatskandidatenliste gestimmt hatten.

Vor der Nominierung hatte Schmid jedoch erst einmal auf die politischen Ziele des Ortsverbands hingewiesen und betont, dass diese auf den Eckpfeiler „Miteinander, Transparenz und Respekt“ gründeten. Im Miteinander, so erklärte sie, gelte es die Zukunft für ein lebenswertes und attraktives Wasserburg zu gestalten. Dafür solle das Wir-Gefühl gestärkt werden, um dann gemeinsam „nachhaltig und mit Plan für die Zukunft, mit Sinn für Heimat und Tradition, verbindlich, ehrlich und wertorientiert in Geld und Moral dem Wohl der Gemeinde dienen“. Auch dem Wunsch nach mehr Transparenz will sich die Wasserburger CSU annehmen. Und zwar durch Öffentlichkeitsarbeit, runden Tischen und einer bürgernahen Verwaltung. „Und das alles in Respekt miteinander, in Respekt voreinander und in Respekt vor der Demokratie und vor demokratischen Verfahren“, fasste Schmid den Konsens zusammen, auf den sich alle gut 50 Wasserburger Parteimitglieder bei diversen Veranstaltungen im zurückliegenden CSU-Ortsverbandsjahr geeinigt hatten.

„Großen Respekt“ vor allen, die sich als Gemeinderatskandidaten „für die Demokratie“ und „für unser Wasserburg zur Wahl stellen, hatte Schmid auf jeden Fall. Wenngleich sie die Kandidaten als „hervorragend“ und „motiviert“ bezeichnete, bedauerte sie es, dass drei langjährige und verdiente Gemeinderäte nicht mehr zur Wahl antreten. Alexander Fundele, der 24 Jahre lang im Wasserburger Gemeinderat und davon 18 Jahre lang stellvertretender Bürgermeister war. Giovanni Marino, der zwölf Jahre lang dieses Ehrenamt inne hatte sowie Joachim Rechtsteiner, der in den vergangenen 30 Jahren 24 Jahre lang im Gemeinderat saß.

Obwohl der Ortsverband nur neun statt der auf der Liste gebotenen 16 Kandidaten stellt, freute sich Schmid darüber, dass diese fast alle Wasserburger Ortsteile abdeckten und dass das Mann-Frau-Verhältnis 60 zu 40 betrage. Mit dabei seien „bekannte Persönlichkeiten und Persönlichkeiten, die es wirklich verdient haben bekannt zu werden“.

Zu den „bekannten Persönlichkeiten“ sind sicherlich die beiden aktuellen Gemeinderäte, die sich jetzt auch wieder aufstellen lassen, zu zählen. So steht der 46-jährige Obstbaumeister und Aufsichtsrat der Bodenseebank Stefan Hanser, der seit zwölf Jahren Gemeinderat ist und für ein „gutes Miteinander“ eintritt, auf Platz zwei der Liste. Platz fünf nimmt die 62-jährige Elisabeth Eisenbach ein, die ebenfalls seit zwölf Jahren im Gemeinderat ist und sich darüber hinaus auch noch im Fußballverein, im Kirchenchor und beim Hengnauer Dorfbrunnen ehrenamtlich engagiert. Auch ihr liegt die gemeinsam gestaltete Zukunft ihrer Heimatgemeinde am Herzen. Platz eins der Kandidatenliste nimmt mit Beate Meßmer dagegen ein neues, aber den Wasserburgern nicht unbekanntes Gesicht ein. Die 48-jährige Architektin lebt und arbeitet seit vielen Jahren wieder im Ort und will die Attraktivität Wasserburgs für alle erhalten. Auch die auf Platz drei platzierte Ursula Schelten dürfte für die Wasserburger keine Unbekannte sein. Saß die 51-Jährige studierte Betriebswirtin und Hotelmeisterin, abgesehen davon, dass auch sie eine gebürtige Wasserburgerin ist, doch acht Jahre lang im Wasserburger Gemeinderat. Nach einer Pause und einer politischen Neuorientierung zugunsten der CSU, setzt sich die einstige UWL-Frau für einen liberalen Gemeinderat und damit für ein Gremium ein, das frei bleibt und sich nicht einschränken lässt. Auf Platz fünf folgt ihr der 52-jährige Michael Lohrmann, der mit seiner Familie seit 2011 in der Gemeinde lebt und als Ingenieur viele Stationen durchlaufen hat, jetzt aber bereit sei, sich für eben jenen Ort, in dem er nun angekommen sei, zu engagieren. Und zwar zugunsten eines „aufgeweckten und attraktiven Wasserburgs“. Für ihn ist die Transparenz ebenso wichtig wie die Wertbeiträge jedes einzelnen Bürgers. Auf Platz sechs ist die 65-jährige Dagmar Mischel-Lebbaeus, die seit 1978 am Bodensee lebt, sich ehrenamtlich als Wahlhelferin aber auch bei der Nachbarschaftshilfe engagiert. Die Buchhalterin will sich für ein Miteinander einsetzen ebenso wie sie sich wünscht, „dass in Wasserburg wieder Ruhe einkehrt“. Dagegen ist der 43-jährige Spenglermeister Stefan Schnell echter Wasserburger und nie aus dem Dorf rausgekommen. Seit Jahren beobachtet er schon den Gemeinderat und hat sich nun entschlossen selbst mitzuwirken. Seinen Beitrag zur positiven Entwicklung der Gemeinde, einen transparenten Umgang mit der Bevölkerung und für ein nachhaltiges Wirtschaften will sich Thomas Menge einsetzen. Der auf Platz acht gelistete 56-jährige Heizungs-und Sanitärmonteur lebt seit 30 Jahren in Wasserburg und ist im Musikverein aktiv.

Ihn wie auch Jörg Fischer auf Platz neun dürften ebenfalls viele Wasserburger kennen. Ist der 41-jährige Informationsgrafiker und Inhaber von Segelschule und Bootsvermietung doch seit seiner Jugend politisch aktiv. Ihm würde es gefallen, wenn die in die Jahre gekommene Halbinsel „aufgehübscht“ würde. Zudem will er sich für eine stärkere Dorfgemeinschaft sowie für eine aktive und unbürokratische Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Vereinen einsetzen.

Neben den Kandidaten und deren Reihenfolge auf der Liste stimmten die Mitglieder auch einer Doppelnennung zu. Um die 16 Plätze auf der CSU-Liste voll zu bekommen werden auf dem Wahlzettel also die Kandidaten der Plätze eins bis sieben doppelt genannt und die Kandidaten der Plätze acht und neun einfach genannt.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen