Unterführung sorgt für mehr Sicherheit

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Mit diesem Durchlass ist die letzte große Maßnahme am Geh- und Radweg Dornach-Burgstall geschafft. Über die Fertigstellung freu
Mit diesem Durchlass ist die letzte große Maßnahme am Geh- und Radweg Dornach-Burgstall geschafft. Über die Fertigstellung freuen sich Thomas Hanrieder vom Staatlichen Bauamt Kempten, Andreas Binder von der ausführenden Baufirma Kutter, Sigmarszells (Foto: Maria Luise Stübner)

Die Durchlass unter der B 308 im Dornacher Wald ist fertiggestellt – und damit der letzte Bauabschnitt des Geh- und Radwegs Dornach-Burgstall geschafft. Im vergangenen Jahr waren bereits die Brücke über die Leiblach und die Steigungsstrecke hoch nach Burgstall gebaut worden. Beim Pressetermin zeigten sich jetzt alle Beteiligten hoch erfreut, dass das rund 1,5 Millionen Euro teure Projekt nunmehr zum Abschluss gekommen ist.

Der Geh- und Radweg soll Ende der Woche für den Verkehr freigegeben werden. Der Einbau des Stahl-Fertigteil-Durchlasses war in den Pfingstferien erfolgt, die Bundesstraße in diesen zwei Wochen voll gesperrt. Zwei andere Maßnahmen habe man mitverbunden, erläuterte Markus Kreitmeier, Bereichsleiter Straßenbau beim Bauamt Kempten: die Deckensanierung der B 308 auf insgesamt 1,5 Kilometer Länge und Instandsetzungsmaßnahmen an der benachbarten Leiblachbrücke sowie die Sanierung des Geh- und Radwegs nach Schlachters auf 450 Meter Länge. Auch seien vier Bushaltestellen an der Bundesstraße – zwei in Dornach, zwei in Biesings – behindertengerecht ertüchtigt worden. „Es war ein Sammelsurium an Maßnahmen“, so Kreitmeier. Und das sei auf insgesamt rund zweieinhalb Millionen Euro gekommen. Das Geh- und Radweg-Projekt habe ihn mehr als zwei Jahrzehnte begleitet, meinte Eberhard Rotter, CSU-Landtagsabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher. Schon Ludwig Knaus, Vorvorgänger des jetzigen Bürgermeisters Jörg Agthe, habe ihn darauf angesprochen, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. „Ich freue mich über jeden neuen Radweg“, sagte Rotter. Schließlich sei es das Ziel des Freistaats, den Anteil der Radfahrer im Straßenverkehr von 11 auf 20 Prozent zu erhöhen, also fast zu verdoppeln.

Appell: Lücke nach Niederstaufen schließen

Er wünsche sich, dass das Projekt der Gemeinde Sigmarszell den Schub gibt, den Radweg weiter auszubauen, so Rotter. Dem Appell, die Lücke nach Niederstaufen zu schließen, schlossen sich auch Markus Kreitmeier und sein Vorgänger Thomas Hanrieder an, der im Bauamt Kempten inzwischen für große Straßenbauprojekte zuständig ist. Zuwendungen und Zuschüsse stünden bereit, so Kreitmeier.

Bürgermeister Jörg Agthe ging auf die Besonderheit der geografischen Lage Sigmarszells mit den drei Altgemeinden ein. Er zeigte sich froh, dass das Staatliche Bauamt als Brückenbauer zwischen den Gemeindeteilen aufgetreten ist und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgt. Eltern aus Niederstaufen hätten sich bisher wegen der gefährlichen Querung der B 308 nicht getraut, ihre Kinder mit dem Fahrrad nach Schlachters zum Fußballspielen zu schicken.

Agthe lobte den „sportlichen Zeitrahmen“, in dem die Bauarbeiten plangemäß über die Bühne gingen. Hier gab es von Planer Oliver Daeges und Abteilungsleiter Werner Schmid vom Bauamt Kempten „ein dickes Lob“ an die ausführende Baufirma Kutter und ihre Mannschaft. Dank abgestattet wurde auch den Grundstückseigentümern, die für das Projekt Flächen hergegeben hatten.

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