Simarszell hofft auf Zuschuss für die Leiblachstraße

 In der Hangnach soll ein etwa etwa 1700 Meter langes Teilstück der Leiblachstraße saniert werden. Die Gemeinde hofft auf Förder
In der Hangnach soll ein etwa etwa 1700 Meter langes Teilstück der Leiblachstraße saniert werden. Die Gemeinde hofft auf Fördergelder, muss sich deshalb mit dem Bauen allerdings noch gedulden. (Foto: Ruth Eberhardt)
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Die Chancen, dass die Gemeinde Sigmarszell Zuschüsse für die Sanierung der Leiblachstraße in der Hangnach erhält, stehen offenbar nicht schlecht. Bürgermeister Jörg Agthe berichtete in der jüngsten Ratssitzung, dass die zuständige Behörde eine mögliche Förderung aus dem ELER-Programm in Aussicht gestellt hat. Dabei handelt es sich Gelder aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes.

Wie berichtet, wird die Sanierung der Leiblachstraße zwischen der Kleingartensiedlung und Einmündung Egghaldersteig voraussichtlich mehr als eine Million Euro kosten. An diesem Projekt beteiligt sind auch der Zweckverband Wasserversorgung Handwerksgruppe und die Elektrizitätsgenossenschaft Schlachters (EGS). Der gemeindliche Anteil ist jedoch mit etwa 885 000 Euro der größte Teil.

Über das ELER-Programm werde ein Zuschuss von 60 Prozent der förderfähigen Nettokosten, möglicherweise sogar noch mehr denkbar, sagte Agthe. Die Gemeinde muss dazu allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Von der zuständigen Abteilung im Amt für ländliche Entwicklung Schwaben hat der Bürgermeister nun die Auskunft erhalten, dass bei dieser Straßensanierung grundsätzlich eine Förderung denkbar sei. Denn Erschließungsstraßen von Hofstellen und Weilern zum nächsten Ortsteil kämen dafür in Betracht.

Der Knackpunkt: Die Entscheidung über den Zuschussantrag fällt frühestens im Oktober 2021 und spätestens Anfang 2022. Vorher dürfen die Bauarbeiten nicht ausgeschrieben werden. Die Sanierung wird sich zeitlich also verzögern. Agthe geht davon aus, dass die Arbeiten erst im Frühjahr nächsten Jahres vergeben werden können. Die Räte sind bereit, so lange zu warten. „Wenn wir diese Förderung kriegen, ist das sehr viel Geld. Das ist überhaupt keine Diskussion“, brachte Ratsmitglied Norbert Kurzemann das Meinungsbild auf einen Punkt. Entsprechend beauftragte das Gremium die Verwaltung, den Zuschussantrag vorzubereiten.

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