Sigmarszeller Radfahrer bekommen keinen Schutzstreifen

 Bürger wünschen sich einen Schutzstreifen für Radfahrer in Niederstaufen. Doch die Gemeinderäte zögern noch mit einer Entscheid
Bürger wünschen sich einen Schutzstreifen für Radfahrer in Niederstaufen. Doch die Gemeinderäte zögern noch mit einer Entscheidung, zumal er nur auf einer Seite machbar wäre. (Foto: Ruth Eberhardt)
rue

Für Radfahrer wird es zwischen Immen, Niederstaufen und Burgstall vorerst keinen Schutzstreifen geben. Der Sigmarszeller Gemeinderat hat beschlossen, einen entsprechenden Antrag aus der Bürgerschaft zurückzustellen.

Zwar soll entlang der Staatsstraße zwischen der Abzweigung Burgstall und dem Ortseingang ein neuer Radweg gebaut werden (die LZ berichtete). Ein Schutzstreifen im weiteren Verlauf der Straße hätte aber, wie es am Ratstisch hieß, womöglich mehr Nachteile als Vorteile. Bürgermeister Jörg Agthe hatte sich im Vorfeld der Gemeinderatssitzung mit den zuständigen Behörden in Verbindung gesetzt und den Rat bekommen: „Es ist denkbar, aber wir sollen es uns gut überlegen“, fasste er zusammen.

Entscheidend: Ein solcher Schutzstreifen ist nur innerorts möglich. Allerdings müsste die verbleibende Fahrbahn mindestens viereinhalb Meter breit sein. Das bedeutet, dass ein Schutzstreifen entlang der Ortsdurchfahrt Niederstaufen nur auf einer Seite machbar wäre.

Zu der Frage, ob ein Schutzstreifen dann überhaupt sinnvoll wäre, sagten die Gemeinderäte nichts, wirkten aber nachdenklich. Zudem gab Bürgermeister Agthe zu bedenken, dass Radfahrer durch den Schutzstreifen keine Sonderstellung erhalten. Insgesamt gab in dem Gremium Zweifel, dass ein Schutzstreifen tatsächlich das Sicherheitsempfinden von Radfahrern erhöht. Die Gemeinderäte wollen sich umhören, welche Erfahrungen andere Kommunen mit solchen Schutzstreifen machen.

Meist gelesen in der Umgebung

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen