Schlachters feiert das erste Boschenfest

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Beim Boschenfest herrscht beste Stimmung – bis ein Gewitter dem Fest ein Ende bereitet.
Beim Boschenfest herrscht beste Stimmung – bis ein Gewitter dem Fest ein Ende bereitet. (Foto: Maja beck)
Maja Beck

Zwölf Jahre lang hatte der Schlachtener Viehscheid für Spaß und gute Unterhaltung im Ort gesorgt. Nach einem Jahr Festpause im vergangenen Jahr stand für die Organisatoren von der Sigmarszeller Feuerwehr und dem Schützenverein Sigmarszell dann letztlich fest, dass es ab diesem Jahr statt des Viehscheides erstmals ein Boschenfest geben soll.

Etwas kleiner als der Viehscheid war das ganze geplant und ohne Festzelt, also etwas weniger aufwändig. Zum Start des Festes am Nachmittag ging es beschaulich zu auf der Wiese hinter dem Gebäude der Elektrizitätsgenossenschaft Schlachters. Es gab einen gemütlichen Festplatz, auf dem für alles gesorgt war. Kaffee und Kuchen boten einen gemütlichen Start in das Fest, eine Weinbar, eine Mostbude und der Bierstand versorgten die trockenen Kehlen und neben dem üblichen Essen auf Festen gab es eine kleine Süßigkeitenbude mit Eis, Schokofrüchten und Gummibärchen – also ein richtiges Paradies für alle.

Für die Kinder gab es ein eigenes „Kinderparadies“, in dem die Jugendlichen von der Jugendfeuerwehr sich Einiges hatten einfallen lassen. Neben der üblichen Hüpfburg konnten die Kinder sich schminken lassen, sie konnten Sackhüpfen und andere Spiele machen. Besonders beliebt war das „brennende Haus“ aus Holz, das Kinder mit dem Feuerwehrschlauch eigenhändig löschen konnten, indem sie die auf das Holz aufgemalten Flammenmit dem Wasserstrahl umkippten. An dem heißen Nachmittag kam das Fest langsam und eher beschaulich in Schwung. Alle Besucher, etliche von ihnen in Dirndl oder Lederhose, hatten sichtlich Spaß und genossen die entspannte Atmosphäre. Allerdings war, sicherlich bedingt durch die Hitze, nicht sofort der ganz große Andrang zu spüren.

Mit der Zeit füllte sich der Festplatz, die Kinder kamen in Schwung und probierten immer mutiger die angebotenen Spiele aus und die Erwachsenen waren bereits in angeregte Gespräche vertieft. Hurahagel sorgten mit ihrer Blasmusik für eine stimmungsvolle Unterhaltung, die perfekt in die Festatmosphäre passte. Hier passte wirklich alles.

Die ersten dunklen Wolken und der aufkommende Wind wurde von den Festbesuchern anfangs durchaus dankbar aufgenommen, half er doch der Abkühlung der schwülen Nachmittagshitze. Als die Wolken dann dunkler und der Wind aggressiver wurden, wurden die Blicke erstmals skeptisch, bis dann gerade einmal zwei Stunden nach Festeröffnung fluchtartig alle Schirme im stürmischen Wind zusammengepackt wurden, alle großen Besucher Unterschlupf vor dem Gewitter suchten und die kleinen Besucher in Windes-eile mit dem Auto nach Hause gebracht wurden.

Die weiteren Aussichten für den Abend waren nicht ganz schlecht, aber leider nicht so gut, wie dieses liebevoll organisierte Fest es verdient hätte. Bleibt zu hoffen, dass die Organisatoren sich nicht abschrecken lassen und im nächsten Jahr bei einem stabilen Schönwetter-Hoch noch einmal richtig durchstarten.

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