Schlachterner Viehscheid legt Sabbatjahr ein

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Kranzkuh Genoveva ist der Liebling der Kinder.
Kranzkuh Genoveva ist der Liebling der Kinder. (Foto: Maria Luise Stübner)
Marie Luise Stübner

Seit zwölf Jahren sorgt er für Gaudi und gute Laune: der Schlachterner Viehscheid. Jetzt macht er erstmal eine schöpferische Pause. Die Organisatoren, Sigmarszeller Feuerwehrverein, Schützen und Joe Gapp als Mann für alle Fälle, wollen sich ein neues Konzept überlegen.

Ein kurzer Blick zurück: Was für Aufregungen gab es in all den Jahren. Im ersten Jahr büxten die Rindviecher von Metzger Rädler beim wohl kürzesten Almabtrieb der Welt einfach aus. Obwohl man sich eigens eine Kranzkuh aus Oberstaufen ausgeliehen hatte. Um die überschaubare Zahl der echten Kühe in die Höhe zu schrauben, bastelte Gapp Holzkühe. Darunter Kranzkuh Genoveva, die gemeinerweise 2010 für kurze Zeit entführt wurde. Das gleiche Schicksal erlitten ihre „Kinder“.

Unterhaltsam bis spektakulär gestalteten sich die Viehscheid-Mehrkämpfe auf dem Festplatz, bei denen es um die Ehre und den Kuhschellen-Wanderpokal ging. Ob beim „Schifoan“, „Bauernboccia“ oder „Viehscheid-Abi“ – die teilnehmenden Teams mit den fantasievollen Namen gaben alles. Im letzten Jahr ergatterte „Hurahagel“ den Pokal und darf ihn als mehrfacher Gewinner sogar behalten.

Für ein rappelvolles Festzelt und Stimmung pur sorgten dann die abendlichen Viecher-Partys. Jetzt, im dreizehnten Jahr, heißt es also abwarten, was sich die Veranstalter Neues ausdenken. Ob der nächste Viehscheid noch aufregender wird?

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