Roter Teppich und Luftballons: Ferienhaus feiert mit vielen Gästen seinen 20. Geburtstag

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 Grund zu feiern: Das Ferienhaus Hand in Hand gibt es seit 20 Jahren.
Grund zu feiern: Das Ferienhaus Hand in Hand gibt es seit 20 Jahren. (Foto: Ferienhaus Hand in Hand)
Lindauer Zeitung

Das Ferienhaus Hand in Hand hat mit zahlreichen Gästen sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Neben einem bunten Programm mit Musik, Clownerei, Rätseln und 20 Bildtafeln, die Bilder von 1999 bis 2018 zeigten, gab es Gelegenheit für anregende Gespräche im Garten des Ferienhauses.

Schon am Eingang wurden die zahlreichen Gäste von Clown Stefan Roth mit der Drehorgel empfangen und über einen „roten Teppich“ in den bunt geschmückten Garten des Hauses geführt. Die Mitarbeiter hatten sich viel Mühe gemacht, dem Fest ein passendes Äußeres zu geben. Bei einem Glas Sekt kam es zu anregenden Gesprächen zwischen den vielen Besuchern.

In Vertretung des ersten Vorsitzenden Walter Matzner begrüßte Kassenwart Axel Schnell die Gäste, Angehörigen, Mitarbeiter, Sponsoren und Nachbarn. Er zeigte die Bedeutung des Hauses auf und wies auf die positive Entwicklung während der letzten 20 Jahre hin. Schnell dankte allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben und wünschte dem Haus weitere gute Jahre.

Nach Beiträgen von Armin Eckl, der zusammen mit einem Kollegen seiner Didgeridoo-Band für die musikalische Umrahmung mit außergewöhnlichen Klängen sorgte, schilderte Geschäftsführerin Katharina Reinelt, wie sie aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen als Hausleiterin in einem Wohnheim für Behinderte in München auf die Idee kam, ein Haus zu gründen, in dem Menschen mit Handicap echten Urlaub erleben dürfen. Sie stellte klar, dass dabei nicht wenige Hürden zu überwinden waren, angefangen bei der Suche nach einem passenden Gebäude, der Genehmigung durch die Gemeinde und Anerkennung durch die Behörden bis hin zu den zuständigen Krankenkassen. In den ersten Jahren ab etwa 2001 – in diesem Jahr wurde der Verein Hand in Hand gegründet – wuchs die Zahl der Gäste jährlich um jeweils zwölf Prozent. 2014 erreichte das Haus erstmals seine Kapazitätsgrenze. Katharina Reinelt bedankte sich bei allen, die zum Erfolg des Hauses beigetragen haben, insbesondere bei Angehörigen, Mitarbeitern und Sponsoren.

Dr. Günther Reinelt, Vater der Geschäftsführerin, ergänzte, dass das Haus ausschließlich mit privaten Geldern finanziert wird. Obwohl es allseits geschätzt werde, seien die Probleme bezüglich einer entsprechenden Anerkennung durch die existierenden Vorschriften und Verordnungen erheblich, wenn nicht gar unüberwindbar. Statt Menschlichkeit und Betreuungsqualität zu bewerten, stünden oft Formalitäten im Vordergrund.

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