Lindauer Schleierfahnder stellen bei Kontrolle gleich mehrere Verstöße fest

Schleierfahnder der Lindauer Grenzpolizei haben einen Fahndungstreffer gelandet.
Schleierfahnder der Lindauer Grenzpolizei haben einen Fahndungstreffer gelandet. (Foto: Stephan Jansen)
Lindauer Zeitung

Infektionsschutzverstöße und illegaler Aufenthalt: Gleich mehrere Delikte auf einmal sind Schleierfahndern der Grenzpolizei Lindau laut am frühen Samstagabend auf der A96 auf Höhe Sigmarszell aufgefallen, als sie einen mit vier Männern besetztes Auto kontrolliert hatten. Das teilt diese in einer Pressemitteilung mit.

Auf Nachfrage der Beamten gaben sie an, auf dem Weg ins Obere Allgäu zu sein. Beim Fahrer handelte es sich um einen 74-jährigen Serben, der in Deutschland wohnhaft ist. Bei einem 38-jährigen Insassen, der lediglich eine albanische Identitätskarte vorzeigen konnte, stellte sich durch Ermittlungen vor Ort heraus, dass sich der Mann bereits seit mehreren Jahren illegal in Deutschland aufhält und über keinerlei Passpapiere verfügt. Darüber hinaus war der Albaner mehrfach im polizeilichen Fahndungsbestand zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.

Auch im Fahrzeug befanden sich ein 49-jähriger Serbe und sein 19-jähriger Sohn. Vater und Sohn konnten sich ordnungsgemäß ausweisen und begründeten somit grundsätzlich einen legalen Aufenthalt in Deutschland. Doch hier tauchte schon ein weiteres Problem auf. Den Fahndern fiel auf, dass die Fahrzeuginsassen offensichtlich von der Arbeit auf einer Baustelle zurückkehrten. Alle Männer waren von Baustaub überzogen, sogar deren Oberbekleidung war teilweise mit derselben Farbe verschmutzt.

Da die Männer sich nun nicht aus touristischen Gründen, sondern überwiegend wegen einer Arbeitsaufnahme in Deutschland aufhielten, erlosch auch deren legaler Aufenthalt. Nachdem sich alle Insassen aus drei verschiedenen Haushalten ohne Masken im Fahrzeug befanden, wurden auch diese Verstöße zur Anzeige gebracht. Neben den Infektionsschutzverstößen erwarten drei der Männer auch Strafverfahren wegen eines illegalen Aufenthaltes. Sie mussten Deutschland auf direktem Weg wieder verlassen.

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