Baumwurzeln schädigen Kanalsystem in Kirchdorf

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Die Wurzeln der großen Tanne im Sigmarszeller Kirchdorf haben den Abwasserkanal beschädigt. Daher soll der Baum gefällt werden.
Die Wurzeln der großen Tanne im Sigmarszeller Kirchdorf haben den Abwasserkanal beschädigt. Daher soll der Baum gefällt werden. (Foto: ust)
Ulrich Stock

Mit Kanalschäden im Ortsteil Kirchdorf hat sich der Sigmarszeller Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung befasst. Bürgermeister Jörg Aghte berichtete, dass das Kanalsystem im unteren Teil der Zeller Straße, in der Nähe von Friedhof und Kirche, durch Baumwurzeln beschädigt sei. Dadurch könne das Wasser nicht mehr richtig ablaufen. Dies habe eine Überprüfung durch die Lindenberger Firma Sinz Entsorgung GmbH ergeben.

Wie der Bürgermeister weiter ausführte, habe das auf Kanäle spezialisierte Unternehmen zunächst versucht, die Durchgängigkeit der Kanäle wiederherzustellen. Nachdem dies nicht gelungen war, sei jetzt klar, dass die Kanalschäden „nur durch offene Bauweise“ saniert werden können. Mit anderen Worten: Es muss aufgegraben werden.

Ensemble schützen

Schäden seien insbesondere im Bereich an der Gabelung der Zeller Straße festgestellt worden, also dort, wo die große Tanne steht, so Aghte weiter. Der Baum habe offensichtlich in den Kanal eingewurzelt, weshalb er entfernt werden müsse. Möglicherweise müssten aber auch die Linden zwischen Kirche und Friedhof gefällt werden.

Das gefiel den Räten gar nicht – sie sprachen sich einhellig dafür aus, zumindest die „kirchlichen Bäume“ zu schonen und zu erhalten. Notfalls solle der Kanal umverlegt werden. Der Bürgermeister sprach von einem Ensemble, das nicht nur bei Veranstaltungen der Kirche St. Gallus ein willkommener Schattenspender sei.

In der weiteren Diskussion kam man überein, zunächst kein Ingenieurbüro mit dem Fall zu beauftragen. Stattdessen wurde beschlossen, dass sich das Tiefbauunternehmen Gapp im Rahmen des Jahresleistungsverzeichnisses der Gemeinde für Kleinunternehmen „die Kanalschäden ansehen und dem Gemeinderat einen Sanierungsvorschlag mit Grobkostenschätzung unterbreiten soll“. Auf dieser Grundlage will der Rat über eine Beauftragung oder das weitere Vorgehen entscheiden.

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