Nonnenhornerin klagt gegen Südbahn

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Gegen die Elektrifizierung der Strecke zwischen Lindau und Friedrichshafen hat eine Nonnenhornerin Klage eingereicht.
Gegen die Elektrifizierung der Strecke zwischen Lindau und Friedrichshafen hat eine Nonnenhornerin Klage eingereicht. (Foto: Roland Rasemann)
Andreas Schwarzbauer

Eine Nonnenhornerin hat Klage gegen die Elektrifizierung der Südbahn eingereicht. Das teilte das Verwaltungsgericht München auf Nachfrage der LZ mit. Sie habe ein Grundstück an der Bahnstrecke und fordere die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses. Sie befürchte eine höhere Belastung durch Lärm und Erschütterungen, so ein Sprecher des Gerichts.

Befürchtung, dass mehr Güterzüge als angegeben rollen

Bereits bei einem Erörterungsverfahren für den Abschnitt zwischen Nonnenhorn und Lindau-Aeschach vor rund eineinhalb Jahren hatten zahlreiche Bürger befürchtet, dass nach der Elektrifizierung mehr Güterzüge auf der Strecke rollen.

Vertreter der Bahn hatten dies verneint. Aufgrund der Elektrifizierung werde es weder zu anderem noch zu schnellerem oder mehr Zugverkehr kommen, so die Bahn. Deshalb werde es keine Lärmschutzmaßnahmen geben.

Die Bahn geht für das Jahr 2025 von zwei Güterzügen tagsüber sowie zwei Güterzügen nachts aus. Diese Zahlen zweifelten allerdings viele Bürger an. Schließlich ist kein aufwendiges Umspannen der Lokomotiven mehr nötig, wenn die Züge auf der Strecke zwischen Stuttgart und Lindau komplett mit Strom fahren können. Diese Bedenken hatte offenbar auch die Nonnenhornerin und reichte Klage ein.

Klage hat keine aufschiebende Wirkung

Den Zeitplan der Bahn wird die Klage allerdings nicht durcheinanderbringen, da sie keine aufschiebende Wirkung hat. Das teilte das Eisenbahn-Bundesamt mit. Die Elektrifizierung der Strecke soll 2018 beginnen. Zum Fahrplanwechsel im Jahr 2021 sollen die ersten elektrischen Züge rollen, das teilte das Stuttgarter Verkehrsministerium auf eine Landtagsanfrage der SPD-Fraktion mit.

Nach Angaben des Ministeriums geht der zwischen der DB Netz AG und dem Land geschlossene Finanzierungsvertrag von Gesamtkosten in Höhe von mehr als 220 Millionen Euro aus.

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