Gedankenspiele um ein neues Freibad

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 Der Landungssteg in Nonnenhorn mit dem Freibad. Dort könnte vielleicht bald Neues entstehen.
Der Landungssteg in Nonnenhorn mit dem Freibad. Dort könnte vielleicht bald Neues entstehen. (Foto: Christian Flemming)
Isabel Kubeth de Placido

Das Strandbad bekommt eine neue Mess- und Regeltechnik. Das hat der Nonnenhorner Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Gleichzeitig aber hat dieser Beschluss auch eine Diskussion darüber ausgelöst, ob sich die häppchenweise vorangehende Instandsetzung überhaupt lohnt oder ob nicht etwas ganz Neues her sollte. Bevor jedoch weiter diskutiert wird, will die Verwaltung einen Architekten hinzuziehen. 22 000 Euro kostet die neue, elektronisch gesteuerte Mess- und Regeltechnik, die in Zukunft eine gute Wasserqualität im Becken des Nonnenhorner Strandbads gewährleistet. Nachdem Bauamtsleiter Christian Scheck auf der jüngsten Gemeinderatssitzung jede Menge Fotos von der alten Anlage gezeigt hatte, war eine Neuanschaffung für die Räte keine Frage mehr. Da hätte Scheck nicht einmal mehr Folgendes betonen müssen: „Eine neue Mess- und Regeltechnik ist wichtig, damit alles zuverlässig läuft“.

Allerdings veranlasste diese neuerliche Investition Ratsmitglied Roland Hornstein, zu fragen: „Was kommt dann?“ Gemeinsam mit dem Bauamtsleiter erklärte Bürgermeister Rainer Krauß, dass im vergangenen Jahr die Pumpen erneuert wurden und dass aber die Elektrik zwar altertümlich wirke, jedoch geprüft sei. „Die Filteranlage wird vielleicht in den nächsten ein, zwei Jahren kommen.“

„Was mir ein bisschen fehlt, ist die Zukunft da unten“, konkretisierte Hornstein seine Frage und sprach den Zustand des Daches, der Duschen und des Kiosks an. „Das ist alles für mich nicht zukunftsfähig.“ Scheck schlug daraufhin vor, den ortsansässigen Architekten einen Fünf-Jahres-Plan erstellen zu lassen, um das Strandbad dann schrittweise zu sanieren. „Das wäre langfristig sicher eine gute Lösung“, war er sich sicher.

Dennoch ging es Hornstein darum, ein „Gedankenspiel“ zu spielen, „ob man nicht alles weg und neu macht“, um dann im Zusammenhang mit einem neuen Café „noch einen zusätzlichen Nutzen“ zu haben. Woraufhin Krauß versicherte, dass er den Architekten zu Rate ziehen werde.

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