Zwei Geschwister auf der Überholspur

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Runa van Sterkenburg.
Runa van Sterkenburg. (Foto: Tomotion)
Schwäbische Zeitung

Großer Erfolg für die Geschwister van Sterkenburg vom Lindauer Mountainbike-Rennstall Tomotion: Am vergangenen Samstag durften sich sowohl Runa, als auch Jos van Sterkenburg beim Haldenrennen im saarländischen Riegelsberg über einen Platz auf dem Treppchen freuen.

Bei ihrem ersten und gleichzeitig letzten Cross-Country-Rennen der Saison 2019 standen für Runa van Sterkenburg im Hauptrennen 24 Kilometer und 720 Höhenmeter an. Das Rennen fand auf einem Vier-Kilometer-Rundkurs mit technisch anspruchsvollen Passagen und Singletrails statt. „Da der schnelle Start nicht so meine Stärke ist, sah ich erst mal ziemlich viele Teilnehmer an mir vorbeiziehen“, sagt die Lindauer Fahrerin. „Langsam aber sicher fand auch ich ins Rennen, und Ende der ersten von angesetzten sechs Runden konnte ich mit der Aufholjagd beginnen.“ Ende der zweiten Runde hatte sie bereits zu der zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierten Frau aufgeholt und zog an ihr vorbei. Über die nächsten drei Runden hängte sich ihre Gegnerin jedoch hartnäckig in ihren Windschatten und überholte Runa van Sterkenburg eine halbe Runde vor Schluss wieder. „Schade, das ist einfach nur unsportlich, aber auch das gehört wohl leider dazu“, ärgerte sich die junge Tomotion-Fahrerin. So fuhr sie mit etwas mehr als einer Minute Rückstand auf ihre Kontrahentin auf Platz drei der Hauptklasse Damen.

Ihr 15-jähriger Bruder Jos startete in der U17-Kategorie gemeinsam mit den Teilnehmern des Hauptrennens und fand schnell eine Gruppe ähnlich starker Fahrer, mit denen er die ersten zwei Runden fuhr. Anschließend konnte er sich gemeinsam mit einem weiteren Fahrer etwas von der Gruppe absetzen. So gelang dem Tomotion-Nachwuchstalent ein sehr konstantes Rennen, bei dem er nach fünf Runden als Dritter der U17-Kategorie die Ziellinie überquerte. Seinen geplanten Start auf der Kurzstrecke des Gallahaan-Trail in Oppenhausen am Sonntag musste er dann jedoch aufgrund einer Erkältung absagen.

Thore Perske auf Platz sechs

So wurde das Team Tomotion in Oppenhausen nur von Thore Perske vertreten, der sich für den Halbmarathon mit 52 Kilometern und 1350 Höhenmetern angemeldet hatte. Da er kurz vor dem Start noch technische Probleme mit seinem Tacho hatte, musste der 20-Jährige aus den hinteren Reihen starten. Das Rennen lief für ihn jedoch sehr gut und vor allem an den vielen Anstiegen spielte er seine Stärke aus: „Dort konnte ich mich immer um ein paar Positionen verbessern.“ So freute sich Perske über Platz sechs der Elite-Kategorie.

Danièle Troesch, die beruflich von den Schulferien abhängig ist, konnte aufgrund des im Vergleich zu den Vorjahren früheren Termins erstmalig an dem legendären Etappenrennen Swiss Epic teilnehmen. Auf die Französin und ihren Lebenspartner Olivier Guth warteten in fünf Tagesetappen insgesamt 344 Kilometer und 12 000 Höhenmeter. Zunächst taten sich die beiden in der Mixed-Kategorie mit 29 Teams schwer und belegten an den ersten drei Tagen die Plätze elf, zwölf und 13. Dann fanden sie jedoch immer besser ins Rennen, wurden am vierten Tag Zehnte und bei der Schlussetappe sogar Fünfte. Damit belegten sie am Ende Rang neun des Gesamtklassements.

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