Zur Medizintagung kommen so viele Nobels wie noch nie

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Nikolaus Turner
Nikolaus Turner (Foto: Julia Baumann)

Eines steht schon jetzt fest. Die erste Nobelpreisträgertagung in der neuen Inselhalle wird gut besucht sein. Neben den rund 600 jungen Wissenschaftlern kommen im Juni 40 Nobelpreisträger. „Einen solch großen Zuspruch hatten wir für eine monothematische Tagung noch nie“, freute sich Wolfgang Huang, Leiter der Geschäftsstelle, am Mittwochabend.

Weil die Organisatoren mit nur etwa der Hälfte an Nobelpreisträgern gerechnet hatten, sei das Programm für die diesjährige Tagung eben etwas voller geworden – doch dafür gibt es nun ja genug Platz. „Wir haben in der neuen Halle viel Fläche dazu gewonnen“, sagte Huang. Während die Organisatoren früher oft auf andere Räume ausweichen mussten, könnten sie nun fast alle Veranstaltungen in der Inselhalle konzentrieren. „Aber wir wollen auch raus.“

Dafür wird es in diesem Jahr unter anderem so genannte Science Walks (Wissenschafts-Spaziergänge) geben, bei denen jeweils rund zehn Wissenschaftler gemeinsam mit einem Nobelpreisträger durch Lindau spazieren, sich über wissenschaftliche Themen austauschen – und dabei hoffentlich neue Idee entwickeln.

Schon seit einiger Zeit können sich auch die Lindauer auf eine wissenschaftliche Erkundungstour durch ihre Stadt machen: Der Wissenspfad der Nobelpreisträgertagung ist bereits seit vergangenem Jahr so gut wie fertig . Wenn alles nach Plan läuft, sind zum Tagungsbeginn Ende Juni auch die Bauarbeiten für dessen zentrale Station, den Steg im Kleinen See, beendet. „Der wichtigste Teil der Bauarbeiten hat stattgefunden“, so Huang. So seien mittlerweile endlich die Stahlpfähle für den Steg in den Boden des Kleinen Sees eingebracht. Was noch fehlt, ist die Stahlkonstruktion für die Geländerstreben, auf denen die Namen der rund 400 Nobelpreisträger, die bereits in Lindau waren, verwewigt werden.

Doch nicht nur sie, sondern auch junge Wissenschaftler, die in den vergangenen Jahren an den Tagungen teilgenommen haben, sollen in Zukunft noch mehr Beachtung finden. Dafür gibt es nun Christoph Schumacher, den Nikolaus Turner am Mittwochabend vorstellte. Als so genannter Alumni-Beauftragter soll Schumacher Kontakte zu den jungen Wissenschaftlern auch nach deren Tagungsteilnahme aufrechterhalten.

Frauenanteil überwiegt in diesem Jahr

Die gut 600 jungen Wissenschaftler, die bei der diesjährigen Nobelpreisträgertagung dabei sein werden, kommen aus insgesamt 84 verschiedenen Ländern. „Im Moment überwiegen die Frauen“, verkündete Nadine Gärber, die für die jungen Wissenschaftler zuständig ist, am Mittwochabend – und erntete dafür von den Gasteltern schallenden Applaus.

Dass sich alle, Organisatoren wie Gasteltern, auf die bevorstehende Tagung freuen, war am Mittwoch deutlich zu spüren. „Wir sind schon richtig aufgeregt“, sagte Huang.

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