Zähne zusammenbeißen hat sich für Mountainbikerin Wiedenroth gelohnt

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Sofia Wiedenroth
Sofia Wiedenroth (Foto: PR)
Lindauer Zeitung

Auch auf der zweiten Weltcupstation der neun Weltserie WES für E-Mountainbikes hat die Lindauer Mountainkikerin Sofia Wiedenroth wieder ihre Klasse unter Beweis gestellt. Wie schon beim Premierenevent in Monaco ging Wiedenroth, Profi beim Cube Action Team, am Wochenende im schweizerischen Ascona bei beiden Teildisziplinen an den Start – und landete jeweils auf dem Podest. Diesmal hatte sich Wiedenroth aber schon im Vorfeld für die Doppelteilnahme im Enduro und beim Cross-Country-Rennen entschieden.

Das Enduro Rennen, bei dem fünf gezeitete Abschnitte zu absolvieren waren, startete für die Lindauerin um acht Uhr morgens. 46 Kilometer mit 2500 Höhenmeter standen auf dem Programm. „Durch den Regen über die Nacht war die gesamte Strecke etwas nasser und rutschiger als am Vortag im Training“, teilt Wiedenroth mit. Die Folge: „Auf Stage zwei rutschte ich auf einer steilen Steintreppe weg um stürzte etwas unglücklich auf mein Handgelenk. Anschließend hatte ich ziemlich Mühe mein Lenker ordentlich zu halten.“

Beim Transfer zum nächsten Abschnitt hielt die Mountainbikefahrerin allerdings ihre „Hand kurz in einen kalten Gebirgsfluss, um die Schwellungen so gering wie möglich zu halten.“ Das wirkte: „Die weiteren Stages liefen dann ganz gut, ich versuchte, mich während der Zeitmessungen ausschließlich auf die Strecke zu konzentrieren und nicht auf meine Hand. Allerdings stürzte ich, vermutlich aufgrund der Umstände, dann unmittelbar nach der Ziellinie nach der fünften letzten Stage in einem Steinfeld“, so Wiedenroth.

Trotz der zwei Stürze hatte es sich für sie aber gelohnt, die „Zähne zusammenzubeißen“: Wiedenroth beendete das Ebduro-Rennen nach einer Renndauer von fünf Stunden auf Platz drei.

Nach zwei Stunden Zeit zur Erholung begann dann das Cross-Country Rennen. Der 4,5 Kilometer lange Rundkurs mit 200 Höhenmetern war „vom Profil her sogar etwas technischer als das Enduro-Rennen. Vor allem die Bergaufpassagen verlangten eine sehr präzise Fahrweise mit einer vorausschauender Linienwahl“, so Wiedenroth.

Ab der zweiten Runde ein Zweikampf um den Sieg

In der ersten Runde sei es nach dem Startgerangel sehr hektisch gewesen, Wiedenroth verpasste die optimale Linie, schaffte einige der schwierigen Anstiege zum Teil nicht-. nnte die optimale Linie nicht.. Ab Runde zwei „fand ich dann meinen Rhythmus und ich konnte mich mit einer weiteren Fahrerin von den anderen absetzten“, so Wiedenroth. Nach insgesamt sechs Umläufen und einer Renndauer von 1,5 Stunden landete die Lindauerin auf Rang zwei.

Dieses Wochenende ist Wiedenroth in Madeira bei der dritten Runde der Enduro World Series am Start – mit einem normalen Mountainbike ohne Motoreunterstützung.

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