Winterwetter: Lage bleibt in Vorarlberg angespannt

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Schneechaos auch in Vorarlberg: Nach einer leichten Wetterberuhigung am Montag werden ab Dienstag weitere intensive Schneefälle
Schneechaos auch in Vorarlberg: Nach einer leichten Wetterberuhigung am Montag werden ab Dienstag weitere intensive Schneefälle erwartet – das Land hat deshalb einen Bundesheerhubschrauber angefordert. (Foto: dpa/Warmuth)
Schwäbische Zeitung

Unter der Telefonnummer

+43(0)5574 / 201 15 88 ist auch ein Telefontonband des Lawinenwarndienstes der Landeswarnzentrale rund um die Uhr abrufbar.

Die Lawinengefahr bleibt oberhalb der Waldgrenze bei der Stufe vier. Das teilt die Landeswarnzentrale des Landes Vorarlberg mit. Nach einer leichten Wetterberuhigung am Montag werden ab Dienstag weitere intensive Schneefälle erwartet. Das Land hat deshalb einen Bundesheerhubschrauber angefordert, teilt Sicherheitslandesrat Christian Gantner mit. Er richtet einen Appell an die Bevölkerung, sich nicht abseits der Skipisten zu bewegen.

Nach intensiven Schneefällen am Sonntag ist am Montag eine gewisse Wetterberuhigung eingetreten, schreibt das Land Vorarlberg in einer Pressemitteilung. Laut Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ist in Vorarlberg aber ab Dienstag mit weiteren, intensiven Schneefällen zu rechnen. „Alle Rettungs- und Einsatzkräfte sind gut vorbereitet. Auch der Lawineneinsatzzug des Bundesheeres ist einsatzbereit“, informiert Landesrat Gantner: „Sicherheitshalber haben wir einen Bundesheerhubschrauber angefordert“. Dieser kann so schnell wie möglich – abhängig von der Witterung – in Vorarlberg eintreffen.

Derzeit stehen neben dem Fluggerät des Innenministeriums und den beiden Rettungshubschraubern auch der Hubschrauber eines Privatunternehmens zur Verfügung, heißt es in der Mitteilung des Landes weiter.

Der Landesrat richtet angesichts der bestehenden hohen Lawinenwarnstufe einen eindringlichen Appell an die Bevölkerung, den Bereich abseits der Skipisten zu meiden: „Durch das Skifahren abseits der Pisten bringt der Skifahrer nicht nur sich selbst, sondern auch die Hilfs- und Rettungskräfte in erhebliche Gefahr“, so Landesrat Gantner.

Der Lawinenwarndienst der Landeswarnzentrale erstellt auf Basis vielfältiger Informationen einen täglichen Lawinenlagebericht, der im Regelfall um 7.30 Uhr veröffentlicht wird und im Internet (www.vorarlberg.at/lawine), über SMS-Dienst oder via Handy-App abgefragt werden kann.

Darüber hinaus sind in 43 Vorarlberger Gemeinden örtliche Lawinenkommissionen mit zusammen 250 Kommissionsmitgliedern eingerichtet. Sie beurteilen lokale Gefährdungsbereiche in den Gemeinden, ihre Empfehlungen bilden sodann meist die Grundlage für Entscheidungen diverser Verantwortungsträger, wie Bürgermeister, Straßenerhalter oder Betreiber von Skigebieten.

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