Weltkriegsgranate ausgegraben - Zugverkehr nach Sperrung wieder freigegeben

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Ein Polizist mit einer Schaufel beim Graben
Bei Baggerarbeiten neben der Eisenbahnunterführung Wackerstraße ist eine Mörsergranate aus dem Zweiten Weltkrieg ans tageslicht gekommen. Daher muss die Unterführung gesperrt werden, Spezialisten aus München sind auf der Anfahrt. (Foto: Christian Flemming)
Deutsche Presse-Agentur

Bauarbeiter haben am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr mit einem Bagger eine Granate ausgegraben. Das bestätigt die Lindauer Polizei auf Anfrage der LZ. Wenig später teilten die Beamten über Twitter mit, dass es sich ausdrücklich nicht um eine Fliegerbombe handelt.

„Es ist keine Fliegerbombe, das ist eine Granate, so ungefähr 15 mal 20 Zentimeter. Es ist also nichts so Großes“, erläuterte ein Polizeisprecher.

Weil sich die Baustelle in der Nähe des Aeschacher Bahnhofs befindet, fuhren über Stunden keine Züge von und nach Lindau. Als Schienenersatzverkehr gab die Bahn die Fähre zwischen Lindau und Nonnenhorn an, von dort aus fährt dann wieder ein Zug. Die Wackerstraße war laut Polizei ebenfalls gesperrt.

Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr, so die Beamten weiter. Ein kleiner Bereich rund um den Fundort sei komplett geräumt und gesperrt worden. 

Die Polizei betonte zudem: „Informationen, nach welchen von einer Bombendrohung gesprochen wird, sind falsch!“

Im Bereich der Wackerstraße musste mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Am Abend gab die Deutsche Bahn dann Entwarnung: Die Kriegsmunition konnte beseitigt werden, die Bahnstrecke wurde wieder freigegeben. Zuvor war der Kampfmittelräumdienst aus München zum Fundort gekommen.

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