„Weil‘s um die Zukunft unseres Landkreises geht“

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 Die Junge Union will in den Kreistag. Das Foto zeigt die JU beim 70-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr.
Die Junge Union will in den Kreistag. Das Foto zeigt die JU beim 70-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr. (Foto: JU)
Lindauer Zeitung

Der Kreisverband der Jungen Union (JU) meldet, dass er bei den Kommunalwahlen im März 2020 eine eigene Liste für den Kreistag anstrebt. Die JU stellt im Landkreis die größte politische Jugendpartei dar. Mit circa 100 Mitgliedern, die allesamt unter 36 Jahren alt sind, sei es das Ziel durch eine Verjüngung des Kreistags der Jugend im Landkreis eine Stimme zu geben. „Diese ist nach unserem Dafürhalten derzeit im Kreistag nicht vertreten“, schreibt die JU. Der jüngste Kreisrat, Mathias Hotz, ist 35 Jahre alt. Bei den Kandidaten sind jedoch der älteste Kandidat 35 Jahre und die jüngste Kandidatin 18 Jahre jung. „Wir möchten einen Kreistag, in dem die Jugend gehört wird und mitentscheiden kann. Wir möchten einen Kreistag aller Generationen“, schreibt die JU weiter.

In den letzten Jahren habe man bereits zahlreiche politische Aktivitäten im Landkreis organisiert. So stehe die JU regelmäßig mit Landrat Elmar Stegmann im Austausch. Beispielsweise besuchten die JU ihn im Landratsamt, wo sich die Mitglieder mit Stegmann über die vielfältigen Aufgaben des Landkreises informierten und gemeinsam mit ihm die damaligen Erstaufnahmestellen für geflüchtete Menschen in den Lindauer Schulturnhallen besichtigten.

Darüber hinaus setzte sich der Unionsnachwichs laut Pressemitteilung mit aktuellen Landkreisthemen auseinander und luden hierzu Experten zu Diskussionsrunden ein, wie Vertreter der IHK zur Ausbildungssituation oder Vertreter der GKWG zum Thema Wohnraum. Zudem habe man bei der letzten JU-Klausurtagung einen Tag auf dem Biobauernhof eines der Mitglieder verbracht, um die alltäglichen Aufgaben eines Landwirtes hautnah zu erfahren und darüber zu diskutieren, wie die Wertschätzung der Arbeit der Landwirte in der Gesellschaft wieder mehr gesteigert werden kann.

Auch die jüngsten Einwohnerdes Landkreises lägenihr am Herzen, schreibt die JU weiter, weshalb sie jedes Jahr zum Schulanfang im September an allen Schulen im Kreis Plakate für die Rücksichtnahme von Schulkindern im Straßenverkehr sowie auf den Schulwegen aufstelle.

Zugleich sei es ihr wichtig auch über die Landkreisgrenzen hinaus für unsere Heimat aktiv zu sein: „ Zu unserem 70-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr haben wir deshalb zahlreiche politische und wissenschaftliche Akteure aus der Bodenseeregion zu uns eingeladen und über die Chancen und Herausforderungen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in unserer Region diskutiert“, ist der Pressemitteilung weiter zu entnehmen.

Hieraus habe sich die Idee entwickelt, zusammen mit allen JU nahen Verbänden rund um den Bodensee ein Forum zu etablieren, in dem die JU Impulse für die Zukunft des Dreiländerecks setzen wolle.

Neben zahlreichen inhaltlichen Aktivitäten dürfe bei uns auch der gesellige Teil nicht fehlen, schreibt die Junge Union weiter: „ So haben wir dieses Jahr bereits zum dritten Mal in Folge einen Shuttlebus organisiert, der feierwillige Westallgäuer vom oberen Landkreis zur Allgäuer Festwoche nach Kempten und zurück gebracht hat.“

Darüber hinaus habe sich aus einem Besuch der Lebenshilfe in Lindenberg die Tradition entwickelt, jährlich mit den Bewohnern der Lindauer Wohneinrichtungen kurz vor Weihnachten gemeinsam Plätzchen zu backen. Hieraus seien einige Freundschaften entstanden.

Durch die Aktivitäten der letzten Jahre habe man zahlreiche neue Mitglieder gewinnen können: Hierdurch hat sich bei uns der Wunsch hervor getan uns aktiv als Stimme der Jugend im Landkreis einzubringen. Durch eine eigene Liste besteht die Chance für uns junge Erwachsene eigene Akzente zu setzen. Wir möchten all die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ansprechen, die gerne im Landkreis leben, die ihren Landkreis gestalten möchten und die, wie wir, im Landkreis ihre Zukunft sehen“, schließt die Pressemitteilung.

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