Weiße Wand rollt über den Bodensee: Experte erklärt Naturschauspiel

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Schnee und Gewitter über dem Bodensee, vom Pfänder aus fotografiert.
Schnee und Gewitter über dem Bodensee, vom Pfänder aus fotografiert. (Foto: vol.at)
Digitalredakteur

Einen ganz besonderen Anblick konnte man am Montagvormittag vom Pfänder aus in Richtung Bodensee genießen: Denn wenige Minuten bevor die 1000 Meter hohe Erhebung in eine Winterlandschaft verwandelt wurde, rollte eine atemberaubende Schneefront über den See.

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Roland Roth von der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried erklärt das Phänomen: „Eine nahende Kaltfront zieht mit starkem Schneefall und Gewittern vom Schwarzwald über den Bodensee“, sagt er. Dabei handle es sich nicht um Nebel, auch wenn es so aussehe. Eine vorüberziehende Regenwolke würde man nicht so deutlich sehen. „Durch den Schneefall hat das Ganze deutlich mehr Kontur“, sagt Roth.

Gewitter im Winter sind nicht ungewöhnlich

Dass es bei dem Schneefall sogar zu Gewittern gekommen ist, sei auch nicht ungewöhnlich. Solange die Temperaturunterschiede groß genug sind, gibt es auch Gewitter. Roth räumt aber ein: „Im Winter gibt es sie deutlich weniger als im Sommer.“

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Im Übergang zwischen Sommer und Winter kommt es zu dynamischen Wetterumschwüngen. Nach dem milden Februar werden nun die kommenden zehn bis 14 Tage deutlich frischer. Die kälteste Nacht steht dabei unmittelbar bevor. „Es wird frostig, sogar am Bodensee“, sagt Roland Roth. Danach sei der Kältetiefpunkt überschritten. Bis zum Wochenende wandle sich der letzte Schneefall auch in den Bergen zu Regen.

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