„Wallstüble“ macht nach Corona-Pause wieder auf

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 Elisabeth Fischer, die ehrenamtliche Leitung vom „Wallstüble“ hört im September auf. Eine Nachfolge wird noch gesucht.
Elisabeth Fischer, die ehrenamtliche Leitung vom „Wallstüble“ hört im September auf. Eine Nachfolge wird noch gesucht. (Foto: Rotes Kreuz)
Lindauer Zeitung

Aufgrund der Covid-19-Pandemie hatte auch die Seniorenbegegnung „Wallstüble“ in Lindau auf der Insel geschlossen. Nun geht es im „Wallstüble“, dessen Träger der Rotkreuz-Kreisverband Lindau ist, am Montag, 3. August, wieder los. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Für Elisabeth Fischer, der ehrenamtlichen Leitung des „Wallstübles“, steht insbesondere die Sorge um die Gesundheit der ehrenamtlichen Helfern im Mittelpunkt.

Die Entscheidung der Rotkreuzverantwortlichen die Begegnungsstätte zu schließen, sei richtig und notwendig gewesen, denn zu den Gästen der Seniorenbegegnung gehört in erster Linie die ältere Generation, die während den Öffnungszeiten gerne einen Teil ihrer Freizeit in der Einrichtung für Senioren verbringt. „Wir wollen und dürfen kein Risiko eingehen und unsere Mitarbeiter und Gäste einer Gesundheitsgefahr durch das Corona-Virus aussetzen“, wird Kreisgeschäftsführer Hans-Michael Fischer zitiert. Als erste Lockerungen in Bayern landesweit umgesetzt wurden, blieb das „Wallstüble“ dennoch weiter geschlossen.

Die Auswirkungen der Corona-Krise seien auch im „Wallstüble“ deutlich zu spüren. „Wenn keine Gäste kommen dürfen, können wir auch keine Umsätze erzielen“, stellt Elisabeth Fischer ernüchternd die logischen Folgen des Lockdowns fest. Obwohl die Stadt Lindau und die Arbeiterwohlfahrt als Kooperationspartner fungieren, habe das „Wallstüble“, für Kosten wie Steuerberater, Buchhaltung und Reinigung der Einrichtung selber aufkommen müssen, ebenso für den Wareneinkauf.

„Natürlich können wir nicht allen Gästen wie gewohnt einen Platz anbieten, es sind ja einige Zugangsbeschränkungen einzuhalten“, stellt der Kreisgeschäftsführer fest. Auch sind wichtige Corona-Grundregeln zu beachten, ergänzt Elisabeth Fischer.

Sicherheitsabstand zwischen den Gästen, Servicepersonal und weiteren Personen in der Einrichtung sind einzuhalten. Auch müssen die Kontaktdaten von Besuchern aufgenommen werden. Ein Mund-Nasen-Schutz für die ehrenamtlichen Helfer im Gastraum sowie für Gäste, wenn sie nicht am Tisch sitzen, ist verbindlich vorgeschrieben.

Trotz aller getroffenen Vorsichtsmaßnahmen wird eine große Bitte an die Gäste ausgesprochen, dann nicht ins „Wallstüble“ zu kommen, wer Symptome einer Atemwegserkrankung aufweist oder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer Person mit Corona-Symptomen hatte.

Elisabeth Fischer wird nach acht Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit das Amt als Verantwortliche für die Seniorenbegegnung auf dem Wall zum 30. September aufhören, heißt es in der Mitteilung weiter. Eine Nachfolge sei noch nicht gefunden. „Wir haben die Stelle der ehrenamtlichen Leitungskraft öffentlich ausgeschrieben, auf die es bis dato leider nur eine einzige Rückmeldung gegeben hat“, berichtet Susanne Übelher von der BRK-Kreisgeschäftsstelle in Lindau auf der Insel und ergänzt, dass aufgrund der Covid-19-Krise auch nicht mehr alle ehrenamtlichen Helfer aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung stehen können. Weitere Helfer würden benötigt, um den Betrieb von Montag bis Freitag garantieren zu können.

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