Vorzeitiges Saisonende für Bregenzer Handballer

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 Für die Bregenzer Handballer ist die Saison vorzeitig beendet.
Für die Bregenzer Handballer ist die Saison vorzeitig beendet. (Foto: Verein/Walter Zaponig)
Schwäbische Zeitung

Die Erstliga-Handballer aus Bregenz haben zu Hause gegen Westwien verloren und scheiden somit, wie im Vorjahr, im Viertelfinale der ersten österreichischen Handball-Liga aus.

Erst nach 4:30 Minuten fiel das erste Tor durch Vlatko Mitkov zum 1:0 für Bregenz. Die nächsten Minuten gehörten aber den Wienern, die bis zur 10. Minute eine 5:2-Führung herauswarfen. Vor allem Viggo Kristjansson war in der Anfangsphase nicht zu halten und erzielte ein Traumtor nach dem anderen. Der sonst so sichere Severin Lampert machte vom Flügel keinen Stich gegen den glänzend aufgelegten Florian Kaiper, und die Aufbaureihe von Bregenz fand kein Mittel aus dem Rückraum.

So hielten sich die Festspielstädter nach 17 Minuten erst bei drei Toren. Dank Ralf Patrick Häusle und einer soliden Deckungsarbeit konnte man das Spiel mit 3:6 aber noch offenhalten, schreibt der Verein in einer Mitteilung. Die Entschlossenheit zum Torerfolg fehlte den Bregenzern weiterhin und so hatte Kaiper oftmals leichtes Spiel mit den Würfen der Bregenzer. Zur Pause musste das Heimteam mit einem 6:12-Rückstand in die Kabine schreiten.

Viele Fehlwürfe

„Wir haben in der ersten Halbzeit das gemacht, was wir wollten. Haben eine super Deckung gespielt und nur sechs Tore kassiert. Nach 45 Minuten ist uns etwas der Faden gerissen, haben das am Ende aber gut über die Runden gebracht“, sagte Westwien-Torhüter Florian Kaiper. Immer wieder erspielte sich Bregenz jedoch gute Chancen. Speziell von den Außenpositionen gab es viele gute Winkel, doch an Florian Kaiper schien an diesem Tag kein Vorbeikommen. Zu den zehn Fehlwürfen aus der ersten Hälfte kamen laufend mehr dazu, wodurch die Gäste nach 40 Minuten bei einer 16:9-Führung dem Halbfinale bereits sehr nahe waren.

Bregenz erspielt sich Chancen, nutzt sie aber nicht

Eine Rote Karte für Ante Esegovic ließ die Lage aussichtslos scheinen. Die Vorarlberger gaben sich aber nicht auf und kamen noch mal auf 16:20 heran. Die 1600 Zuschauer waren voll da, ein Hauch von Sensation lag in der Luft. Westwien ließ aber nichts anbrennen und verwaltete kaltschnäuzig seinen Vorsprung. Das konnte selbst der überragende Ralf Patrick Häusle nicht verhindern. So musste Bregenz Handball erneut das Viertelfinalaus mit einer 21:25-(6:12)-Niederlage und einem Gesamtscore von 0:2 in der Best-of-Three-Serie hinnehmen.

„Was soll ich sagen?“, fragte Torhüter Ralf Patrick Häusle anschließend. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht, zu viele Bälle verloren, zu wenig Tore gemacht. Wir hatten wieder das Problem im Angriff. Schlussendlich hat Westwien verdient gewonnen. Ich gratuliere ihnen. Wir müssen einfach hart an uns arbeiten.“

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