Vor der Stichwahl in Lindau: Das wird spannend

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 Dirk Augustin
Dirk Augustin (Foto: cf)
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Dass sich zwischen Mathias Hotz, Claudia Alfons und Claudia Halberkamp entscheiden würde, wer in die Stichwahl kommt, das war lange klar. Dass es so knapp wurde, hat dann doch die meisten Beobachter überrascht. 18 Stimmen Unterschied zwischen Hotz und Alfons lassen zudem keinen Schluss daraus, wer als Favorit in die zweite Runde geht.

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Hinzu kommen die Umstände dieser Wahl, die wegen Corona in den kommenden beiden Wochen ohne Veranstaltungen stattfinden muss. Auch die geplante Diskussionsrunde der LZ muss deshalb ausfallen. Und dass alle Wahlberechtigten die Briefwahlunterlagen automatisch nach Hause bekommen, vergrößert die Unsicherheit einer Vorhersage, denn niemand weiß, welche Folgen das für die Wahlbeteiligung hat.

Hotz und Alfons müssen nun alles dafür tun, dass die eigenen Wähler noch einmal so stimmen. Zugleich müssen sie um die Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten werben. Bei manchen Diskussionsrunden lagen Hotz und Halberkamp sehr nahe beieinander. Aber es bleibt abzuwarten, ob das reicht, dass die Halberkamp-Wähler nun ihr Kreuz beim Kandidaten von CSU, FB und JA machen. Auch bei den Bunten-Anhängern ist nicht eindeutig, wem sie ihre Stimme geben oder ob sie keinen Stimmzettel abgeben.

Insgesamt ist zu erwarten, dass der bisher zwischen den Kandidaten sehr fair geführte Wahlkampf bis zum Ende sauber bleibt. Zu hoffen bleibt, dass dies auch für das Umfeld der beiden gilt. Denn dass sich dort sehr viele alles andere als grün sind, ist kein Geheimnis. Aber Lindau hätte ein sehr sauberes Ende dieser in allen Belangen ungewöhnlichen Wahl verdient.

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