Versuchte Tötung in Lindenberg: Mann greift zum Messer - Opfer kann sich retten

Krankenwagen mit Blaulicht
Die Kriminalpolizei Lindau ermittelt in Lindenberg wegen einer versuchten Tötung. (Foto: Lukas Schulze/Symbolbild / DPA)
Schwäbische.de

Die Kriminalpolizei Lindau ermittelt in Lindenberg wegen einer versuchten Tötung. Wie die Polizei berichtet, brach ein 29-jähriger Mann bereits am Mittwoch in die Wohnung eines befreundeten 42-jährigen Lindenbergers ein.

In der Wohnung griff der 29-Jährige seinen Freund unmittelbar mit einer Bierflasche an und verletzte ihn dabei am Rumpf und an den Händen. Der Verletzte konnte zu einer Nachbarin flüchten. Er alarmierte die Polizei, die den 29-Jährigen aus der zwischenzeitlich komplett verwüsteten Wohnung holte und in Gewahrsam nahm. 

Kaum war der 29-jährige Mann wieder auf freiem Fuß, ging er zu einem 37-jährigen Bekannten in einer Asylunterkunft in Lindenberg. Nachdem die beiden zunächst friedlich miteinander gesprochen hatten, nahm der 29-Jährige ein Küchenmesser und griff seinen Bekannten mit den Worten, dass er ihn jetzt umbringen werde, an, schreibt die Polizei.

Zwei Messerstiche am Oberkörper

Der 37-Jährige konnte zunächst einen Messerstich abwehren, wurde dann jedoch im oberen Rumpfbereich zweimal getroffen, doch er hatte Glück. Der Verletzte nutzte eine günstige Gelegenheit und sperrte den 29-Jährigen aus seinem Zimmer aus. Anschließend rief er die Polizei, die 29-Jährigen vor dem Gebäude festnehmen konnte.

Beide Opfer liegen noch im Krankenhaus

Die beiden Geschädigten wurden in ein Krankenhaus gebracht, können dieses jedoch voraussichtlich in den nächsten Tagen wieder verlassen.

Die Staatsanwaltschaft Kempten leitete gegen den 29-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des versuchten Totschlags ein und beantragte einen Untersuchungshaftbefehl.

Täter sitzt in der JVA

Der zuständige Haftrichter beim Amtsgericht Kempten folgte dem Antrag, woraufhin der Mann heute in eine bayerische Justizvollzugsanstalt gebracht wurde.

Die Kripo Lindau ermittelt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Kempten.

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