Verdacht auf Kindswohlgefährdung: Polizei erwischt untergetauchte Mutter mit Tochter

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 Bei der Fahndung bemerkt die Polizei, dass die Mutter und das Kind gesucht werden.
Bei der Fahndung bemerkt die Polizei, dass die Mutter und das Kind gesucht werden. (Foto: Christoph Boerries)
Schwäbische Zeitung

Die Bundespolizei hat am Freitagvormittag eine 55-Jährige Frau erwischt, die mit ihrer Tochter nach Italien wollte. Dabei dürfen Mutter und Kind das Land gar nicht verlassen. Die Mutter steht in Verdacht, das Wohl des Kindes zu gefährden.

Die Polizisten kontrollierten auf der A 96 in einem Fernreisebus in Richtung Italien unter anderem die Mutter mit ihrer 14-jährigen Tochter. Dabei bemerkten die Beamten, dass nach der Frau gesucht wird. Das Amtsgerichts Lüneburg hatten ihr den Umgang mit der Tochter verboten. Der Grund: Kindeswohlgefährdung und Verdacht der Kindesentziehung.

Das Familiengericht hatte der gebürtigen Niedersächsin bereits im Juni 2019 das Aufenthaltsbestimmungsrecht und das Recht zur Gesundheitsfürsorge für ihr Kind vorläufig entzogen, heißt es im Polizeibericht. Mutter und Tochter waren in Deutschland nicht mehr mit Wohnsitz gemeldet und untergetaucht.

Die Bundespolizisten nahmen die 14-Jährige in Gewahrsam und brachten sie in eine Jugendeinrichtung in Memmingen. Die Beamten übergaben die 55-Jährige wegen des Verdachtes der Kindesentziehung zur weiteren Bearbeitung an die Lindauer Kriminalpolizei.

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