Van-Sterkenburg-Festspiele in Eitelborn

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 Rund 100 Fahrer starteten auf der Kurzdistanz.
Rund 100 Fahrer starteten auf der Kurzdistanz. (Foto: pr)
Lindauer Zeitung

Beim erstmalig ausgetragenen Westerwald Bike Marathon in Eitelborn nahe Koblenz schafften gleich fünf Teammitglieder des Lindauer Mountainbike-Rennstalls Tomotion den Sprung aufs Podium: Jos van Sterkenburg, Runa van Sterkenburg und Simon Hahn siegten in ihrer jeweiligen Alterskategorie, Sven Schmid fuhr auf Platz zwei und Ben Cloudt wurde bei den Junioren Dritter. In Obermarchtal zeigte Sven Rothfuß auf der Mittelstrecke des Marchtal Bike Marathons eine bärenstarke Leistung: Er wurde Gesamt-Vierter eines 269-köpfigen Fahrerfeldes mit nur vier Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Einen weiteren Sieg steuerte Carsten Gundlach zum Teamergebnis bei: Beim Marathon am Tiroler Achensee war er trotz sechswöchiger Verletzungspause Schnellster der Kategorie Masters2.

Auch wenn die Organisation des ersten Westerwald Bike Marathons in puncto Zeitnahme und Streckenausschilderung noch etwas Luft nach oben hat, erwies sich das erste Mountainbikerennen der Veranstalter als ein Trail-Knaller erster Güte, schreibt der Rennstall in einer Mitteilung. „Die Strecke war der Hammer“, kommentierte Peter van Sterkenburg, der gemeinsam mit seinen Kindern Jos und Runa am Start stand. Insgesamt war das Team in Eitelborn mit acht Startern vertreten, von denen fünf am Ende auf dem Podium standen.

Besonders stark fuhr der 15-jährige Jos van Sterkenburg auf der Kurzdistanz: Die 35 Kilometer und 700 Höhenmeter bezwang er in 1:31:05 Stunden, womit er Gesamt-Fünfter des rund hundertköpfigen Starterfelds und Sieger der Junioren-Kategorie wurde. Seine Schwester Runa tat es ihm auf der Mittelstrecke gleich: Sie holte sich überlegen den Gesamtsieg bei den Damen. Ihr Teamkollege Ben Cloudt genoss bei diesem Rennen vor allem den Teamzusammenhalt und stand am Ende als Dritter der Junioren-Kategorie auf dem Podium. Sven Schmid, der einen Großteil des Rennens gemeinsam mit Cloudt gefahren war, wurde gegen Ende von einem Reifendefekt ausgebremst und verlor dadurch eine Menge Zeit. Platz zwei der U23-Kategorie tröstete ihn jedoch darüber hinweg. Mit Rang sieben bei den Senioren1 steuerte Jürgen Wenger eine weitere Top-Ten-Platzierung zum Teamergebnis bei.

Den dritten Altersklassensieg für den Lindauer Rennstall erzielte Simon Hahn auf der Langstrecke mit 75 Kilometern und 1700 Höhenmetern. Nach seiner Podiumsplatzierung beim Schinderhannes in der Vorwoche ging er hoch motiviert ins Rennen, bei dem er sich über weite Strecken alleine durchkämpfen musste. Die gute Teambetreuung half ihm gegen Ende über leichte Krampfansätze hinweg, sodass er noch einmal durchziehen konnte und als Gesamt-Achter und Sieger der U23-Kategorie ins Ziel kam.

Marchtal weniger anspruchsvoll

Das genaue Gegenteil des trailreichen Westerwald-Marathons war der Marchtal Bike Marathon, der den Teilnehmern nur wenige Anstiege und kaum technische Herausforderungen bot. Ein schnelles Rennen, bei dem vor allem eine gute Kondition zählte. Sven Rothfuß vom Nachwuchs-Team TNT hatte sich für die 54 Kilometer lange Mitteldistanz mit 830 Höhenmetern entschieden. Zunächst fuhr Rothfuß in der großen Führungsgruppe mit, von der sich an einem etwas längeren Anstieg drei Fahrer absetzten. Bei Gewitter und starkem Regen nahm er die Verfolgung gemeinsam mit einem weiteren Fahrer auf und konnte die Lücke erfolgreich wieder zufahren. Der spätere Sieger zog davon, die weiteren Platzierungen machten die restlichen Fahrer im Zielsprint untereinander aus. „Im Sprint konnte ich mit zwei anderen Bikern nicht mithalten, da meine Beine schwer und kalt durch den starken Regen waren. So überquerte ich als Vierter die Ziellinie mit einem Rückstand von vier Sekunden auf Platz zwei und zwei Minuten auf Platz eins“, berichtet Sven Rothfuß. Als Zweiter der Hauptklasse Herren stand er dennoch auf dem Podium. Auf der 19-Kilometer Kurzdistanz erkämpfte sich Marcel Scheu mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27 km/h Rang acht bei den Junioren.

Am Tiroler Achensee gelang Carsten Gundlach ein mehr als erfolgreicher Saisonauftakt. Auf der mit 700 Höhenmetern gespickten Kurzstrecke unterzog er sein Handgelenk, das er sich im März beim Skifahren gebrochen hatte, einem Härtetest. Trotz sechswöchiger Trainingspause wurde er Achter des über 120-köpfigen Teilnehmerfeldes und stand bei den Masters2-Herren ganz oben auf dem Podium.

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