Valentin-Heider-Gymnasium überzeugt mit Kammermusik

Lesedauer: 3 Min
Die Zuhörer des Kammerkonzerts kommen voll auf ihre Kosten.
Die Zuhörer des Kammerkonzerts kommen voll auf ihre Kosten. (Foto: Bogy)
Lindauer Zeitung

Das Valentin-Heider-Gymnasium hat sein erstes Kammerkonzert im Sparkassensaal in Lindau gegeben. Dabei präsentierten sich vor kurzem den Konzertbesuchern junge Talente verschiedener Altersstufen, die durchweg auf einem sehr hohen Niveau musizierten und den Abend zu einem echten Genuss machten, wie es im Eigenbericht heißt.

Eröffnet wurde das Konzert von Lydia Wöllmer, die feinsinnig einen Walzer von Frédéric Chopin am Flügel darbot. Es folgte mit David Friedmann ein weiterer Pianist, der in einer überzeugenden Interpretation ein Präludium von Johann Sebastian Bach vortrug. Ein Gitarrenquartett, bestehend aus Ferdinand Linhart, Christopher Knütter sowie Jakob Schymosch und Alexander Fress – zwei Gästen vom Bodensee-Gymnasium – bezauberte das Publikum danach durch eine gekonnte Interpretation eines Stück von Rudolf Brückner, bevor Estella Linhart mit ihrem gefühlvollen Spiel von Chopins Nocturne auf dem Flügel den Saal in träumerische Atmosphäre tauchte. In die Welt der Barockoper entführte Lili Mauderer mit der einfühlsam gestalteten Arie „O cessate di piagarmi“ die Zuhörer, heißt es im Eigenbericht. Begleitet wurde sie am Klavier von Musiklehrerin Ulrike Friedmann. Luc Bagot entfaltete mit einem souveränen Vortrag von Beethovens Sturmsonate (Dritter Satz) seine musikalische Reife. Als sechshändiges Trio entlockten Lydia Wöllmer, Estella Linhart und Amelie Dietenmeier mit der Romance von Rachmaninov dem Flügel neue Klangfarben.

Gemeinsam mit Tobias Keck am Klavier zeigten Anne Planatscher und Teresa Zimmermann mit zwei melancholisch-lebensfrohen Klezmerstücken große Musizierfreude und ein facettenreiches Klangspektrum auf ihren Instrumenten. Kraftvoll und beeindruckend virtuos präsentierte Kimbal Bottke die Toccata von A. Chatchaturian, bevor danach das preisgekrönte Gitarrenquartett „Gitarissimi“, bestehend aus Mia Egger, Julia Egger, Lea Hansinger und Clara Rupflin, mit dem Stück „Tico-Tico No Fuba“ von Zequinha Abreu mit einer bravourösen Vorstellung einen der Höhepunkte des Abends setzte. Das große Finale bildete ein Satz aus dem Klavierkonzert D-Dur von Joseph Haydn. Dabei war erstmals das Kammerorchester des VHG unter Leitung von Tobias Keck zu hören, das dem Solisten Kimbal Bottke eine Begleitung von klanglicher Ausgewogenheit und Leichtigkeit bot.

Für das leibliche Wohl an diesem Abend sorgte die Q 12.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen