Und jetzt auch noch der Tabellenführer

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Sportredakteur

Auch am vierten Spieltag der Hauptrunde in der neuen Oberligasaison 2018/19 haben die EV Lindau Islanders eine schier unüberwindlich erscheinende Aufgabe zu bewältigen. Kein Geringerer als die Selber Wölfe gastieren ab 19.30 Uhr in der Eissportarena im Eichwald. Der Halbfinalist der Oberliga-Playoffs der Spielzeit 2017/18, der sich in den bisherigen drei Spielen keine Blöße gegeben hat, geht als Top-Favorit in die Partie. Auch die Statistik der zwei vergangenen Jahre spricht klar für die Oberfranken.

1:11 und 2:7 unterlagen die Islanders in ihrem ersten Oberligajahr, in der Vorsaison standen für den EVL eine 5:7-, 3:4- und 3:6-Niederlage, allerdings auch (kurz vor Weihnachten 2017) ein sensationell anmutender 3:1-Sieg vor heimischer Kulisse zu Buche. Rein numerisch ist der Abstand zwischen beiden Ligakonkurrenten somit etwas kleiner geworden. Wobei die Mannschaft von Selbs Headcoach Henry Thom, der bereits seit 2015/16 an der Bande des oberfränkischen Eishockeyclubs das Sagen hat, eine Klasse für sich ist.

In der Meisterrunde der Vorsaison errangen die Selber Wölfe zunächst das Heimrecht für die Play-offs, warfen anschließend im Achtelfinale die Füchse Duisburg in drei gewonnenen Spielen und im Viertelfinale die Icefighters Leipzig aus dem Rennen. Erst im Halbfinale gegen den späteren DEL2-Aufsteiger Deggendorfer SC endete der Höhenflug der Wölfe.

Die haben, nach dem Umbau ihrer Abwehrreihen ein Jahr zuvor, nun auch in der Offensive einen Umbruch vollzogen. Davon zeugen die insgesamt fünf Zugänge in den Sturmreihen – darunter Spielerpersönlichkeiten wie der neue kanadische Kontingentspieler Ryan McDonough, der aus Frankreich kam, sowie Andreas Geigenmüller (Bayreuth Tigers, DEL2), Erik Gollenbeck (Eispiraten Crimmitschau, DEL2) und Florian Lüsch, der zuvor in Lindau spielte. Bei den Selber Wölfen eine Klasse für sich ist Ian McDonald, der nach drei Spieltagen mit fünf Toren und sechs Vorlagen die Scorerwertung der Oberfranken anführt.

„Aufgaben werden nicht leichter“

Derweil hatten die Islanders, nach der 3:5-Niederlage bei den Starbulls Rosenheim am Mittwochabend, das Training am Tag danach dafür nutzen wollen, sich auf den nächsten übermächtigen Gegner einzustellen. „Die Aufgaben werden nicht gerade leichter“, sagt Sascha Paul mit Blick aufs Heimspiel am Freitagabend.

Wichtig, so der Sportliche EVL-Leiter, sei es, nach 20 Minuten nicht nachzulassen und den disziplinierten Auftritt, der während des Auftaktdrittels auch in Landshut und zu Hause gegen Peiting klar erkennbar gewesen war, so weit als möglich in die restliche Spielzeit rüberzunehmen. Ansonsten droht gegen den aktuellen Spitzenreiter ein Fiasko.

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