TSV-Handballer ziehen ins Final-Four des Bezirkspokals ein

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Nur Niederlagen fuhren die MTGler ein.
Nur Niederlagen fuhren die MTGler ein. (Foto: Laura Loewel)
Lindauer Zeitung

TSV Lindau: Thomas Brombeis, André Krüger (Tor); Elias Bräu, Daniel Wagner (7), Jeremias Delgado (1), Sebastian Lorenz (4), Justus Klemens, Felix Rutschke (1), Simon Wiedrich, Ludwig Plieninger, Christoph Grübel, Robert Broszio (10/3);

Die Handballer des TSV Lindau haben den HCL Vogt nach einem Sechs-Tore-Rückstand zur Halbzeit mit 23:20 (8:14) und ziehen somit ins Final-Four des Bezirks-pokals ein.

Nach ausverkauftem Haus am Wochenende beim Ligaspiel im Rahmen des BK500 fanden zur ungewohnten Anwurfszeit am Dienstagabend um 20.30 Uhr rund 100 Zuschauer den Weg in die Aeschacher Dreifachturnhalle. Sie sahen nach einer 2:0-Führung der Gastgeber eine miserable erste Hälfte der Lindauer. Vogt agierte in der Abwehr mit Härte und unterband ein ums andere Mal die offensiven Aktionen des TSV. Durch einfache Ballgewinne konnten sich die Gäste immer weiter absetzen, was die Heimmannschaft sichtlich frustrierte. Anstatt sich auf Lösungsansätze zu konzentrieren, begann das Team sich gegenseitig anzumeckern und die Schuld bei den Unparteiischen zu suchen, die bis auf sehr wenige kritische Entscheidungen eine souveräne Leistung zeigten, wie der TSV schreibt. Darüber hinaus machte sich die Abwesenheit von Abwehrchef Norbert Knechtel und Spielmacher Jörg Lützelberger im Spiel der Lindauer klar bemerkbar. Mit 8:14 ging es in die Kabine.

Nach einer emotionalen Kabinenansprache des Lindauer Kapitäns Robert Broszio war die Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht mehr wiederzuerkennen. Bis zur 45. Minute kämpfte sie sich auf 14:18 heran. Das kurz darauf erzielte 19. Tor der Vogter sollte bis kurz vor Schluss das Letzte sein. Denn nun rührten die Lindauer in der Abwehr Beton an und zwangen die Gäste zu Abschlüssen bei angezeigtem Zeitspiel, welche TSV-Torhüter Thomas Brombeis parierte. Im Gegenzug spielte der TSV jetzt die einstudierten Auslösehandlungen, um die 5:1-Abwehr der Vogter zu knacken, was den Lindauer Rückraumschützen Daniel Wagner und Robert Broszio (je sieben Feldtore) eindrucksvoll gelang. Als der Vogter Trainer in der 48. Minute die Timeout-Karte auf den Zeitnehmertisch donnerte, hatten die Lindauer den Rückstand bereits auf 17:19 verkürzt. Auch die Stimmung auf der Tribüne begann zu kippen. Als Brombeis in der 49. Minute beim Zwischenstand von 18:19 einen Siebenmeter entschärfte und Broszio im Gegenzug den Ausgleich erzielte, gab es kein Halten mehr. Die Vogter resignierten und schlossen überhastet ab, was den Lindauern nun die Chance für Konter gab. Die Heimmannschaft zog vorbei und feierte einen 23:20-Erfolg.

Durch den Sieg ziehen die Lindauer Handballer in das Final-Four-Turnier um den Bezirkspokal ein. „Ich bin total überwältigt, was wir in der zweiten Halbzeit auf die Platte gebracht haben“, sagte Kapitän Broszio nach dem Abpfiff. „Für unser Selbstvertrauen war dieser Sieg immens wichtig, da wir uns selbst bewiesen haben, dass wir auch ohne Jörg Lützelberger in der Lage sind, den Tabellenführer der Bezirksklasse zu schlagen.“ Nun liegt der Fokus auf dem nächsten Spiel. Am Samstag gastieren die Lindauer bei der TSG Leutkirch.

TSV Lindau: Thomas Brombeis, André Krüger (Tor); Elias Bräu, Daniel Wagner (7), Jeremias Delgado (1), Sebastian Lorenz (4), Justus Klemens, Felix Rutschke (1), Simon Wiedrich, Ludwig Plieninger, Christoph Grübel, Robert Broszio (10/3);

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