Tomotion fährt durch Höhen und Tiefen

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Sven Rothfuß bremste in Nattheim eine Reifenpanne aus.
Sven Rothfuß bremste in Nattheim eine Reifenpanne aus. (Foto: verein)
Lindauer Zeitung

Beim Härtsfeld Bikemarathon in Nattheim hat es sowohl Erfolgserlebnisse als auch Frustrationsmomente für den Lindauer Mountainbike-Rennstall Tomotion gegeben. Auf der Langstrecke verlor Sven Rothfuß durch eine Reifenpanne fast zehn Minuten und musste sich mit Platz 13 der Lizenzklasse begnügen. Louis Loschonsky kam durch den Fehler eines anderen Fahrers zu Fall und verletzte sich schwer.

Marcel und Gabi Scheu hingegen waren auf der Kurzstrecke erfolgreich unterwegs: Beide erkämpften sich in ihrer jeweiligen Kategorie mit Rang drei einen Platz auf dem Treppchen. Beim Sechs-Stunden-Rennen in Breitbrunnen gab es weitere Top-Ten-Platzierungen für Tomotion. Bereits in der Vorwoche hatte Danièle Troesch beim Straßenrennen „L’Alsacienne“ den Gesamtsieg bei den Frauen eingefahren.

Alle Teilnehmer des zweiten Härtsfeld Bikemarathons im baden-württembergischen Nattheim waren voll des Lobes über die Streckenführung mit vielen flowigen Trails. Ein schönes Mountainbikerennen, das manche Teilnehmer im schwarz-cyanfarbenen Trikot von Tomotion genießen konnten. Andere hatten mit nicht selbst verschuldeten Widrigkeiten zu kämpfen. So ereilte Sven Rothfuß vom Nachwuchsteam in der zweiten von drei Runden ein technischer Defekt am Hinterrad, dessen Reparatur ihn rund zehn Minuten kostete. „Auf den letzten anderthalb Runden war ich dann ganz auf mich allein gestellt, da ich keine passende Gruppe mehr fand“, berichtet der junge Fahrer. Nach 75 Kilometern und 1500 Höhenmetern überquerte er die Ziellinie nach genau drei Stunden, belegte den 19. Platz Gesamt und wurde 13. in der Lizenzklasse.

Oberschenkelverletzung bei Louis Loschonsky

Auf der Kurzstrecke hatte sein Teamkollege Louis Loschonsky ebenfalls Pech. Gut im Rennen liegend, wurde er in einer Kurve durch den Fahrfehler eines anderen Teilnehmers zu Fall gebracht. Trotz starker Schmerzen im Oberschenkel fuhr er das Rennen zu Ende und nahm seine Verletzungen, die anschließend in der Notaufnahme eines nahegelegenen Krankenhauses behandelt wurden, erst im Ziel richtig wahr. Mit Platz fünf der Lizenzklasse und Gesamtrang 21 konnte er unter diesen Umständen sehr zufrieden sein.

Gabi Scheu und ihr 15-jähriger Sohn Marcel hatten sich ebenfalls für die Kurzstrecke entschieden. Marcel, der sich gegen Ende des Rennens einer größeren Gruppe anschloss, fuhr als Dritter über die Ziellinie. Damit sicherte er sich auch Platz drei in der Lizenzklasse. Gabi Scheu war nach einer Erkältung und einer Kapselverletzung im linken Daumen mit einer Orthese unterwegs, die sie im Rennen jedoch kaum behinderte. „Gleich im ersten Anstieg hab ich gemerkt, dass ich noch nicht 100 Prozent fit war, aber es hat einfach richtig Spaß gemacht“, erinnert sich die Fahrerin. So erkämpfte sie sich am Ende Rang drei der Masters-Kategorie. Der siebte Platz von David Klaiss auf der 50-Kilometer-Mittelstrecke rundete das gute Teamergebnis ab.

Auch beim Sechs-Stunden-Rennen am Breitbrunnen in Unterkirnach im Schwarzwald war Tomotion mit mehreren Fahrern vertreten. Christian Ludewig und Daniel Bürgin erkämpften sich als Einzelstarter nach rund 130 Kilometern und mehr als 2500 Höhenmetern die Plätze acht und neun. Sascha Strauß und Volker Schuboth fuhren auf Rang fünf der Zweierteam-Wertung.

Beim dritten Lauf des Albgold Juniors Cup in Reudern rutschte Niklas Gathof in der ersten Runde auf der noch nassen Wiese das Vorderrad weg, woraufhin er sich wieder ans Feld heran kämpfen musste. Nach fünf Runden überquerte er die Ziellinie auf Rang elf seiner Alterskategorie.

Bereits in der Vorwoche stand Danièle Troesch in ihrem Heimatrevier in den Vogesen beim Straßenrennen „L’Alsacienne“ am Start. Die längste Strecke mit 167 Kilometern und 4500 Höhenmetern war vom Veranstalter wegen der Hitze gestrichen worden. Nachdem sie unterwegs eine ihrer Trinkflaschen verloren hatte, entschied sich die Langstreckenspezialistin spontan um und fuhr nach 90 Kilometern und 2500 Höhenmetern als überlegene Siegerin der Damenkonkurrenz ins Ziel der Kurzstrecke.

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